„Partner mit gemeinsamer Vision sind das A und O“

„Partner mit gemeinsamer Vision sind das A und O“

Interview mit Arne Aßmann, Head of Strategy and Business Development bei 1NCE

Herr Aßmann, Ende November 2019 wurde es offiziell verkündet: 1NCE und Cumulocity IoT bündeln ihre Kompetenzen, um IoT-Projekte für ihre gemeinsamen Kunden zu vereinfachen. Wir freuen uns sehr über diese Partnerschaft! Können Sie unseren Lesern beschreiben, welches Problem 1NCE löst?

A. Aßmann: 1NCE vereinfacht die Vernetzung von IoT Hard- und Software und fungiert somit als Bindeglied. Wir bieten die weltweit erste IoT-Flatrate an, also einen einfach zu nutzenden, günstigen Mobilfunktarif für IoT-Anwender. Unser Ziel ist es, die Verfügbarkeit unseres Services von derzeit Europa, Asien und den USA weiter global auszuweiten. Außerdem ist unsere Vision, für unsere Kunden einfach zu nutzende Ökosysteme zu schaffen, Fallstricke bei der Umsetzung von IoT-Projekten auszumerzen und somit zur Standardisierung der Vernetzung von Hard- und Software im IoT-Bereich beizutragen.

Wie können nun die Kunden von 1NCE die Plattform von Cumulocity IoT nutzen?

A. Aßmann: Wir sehen die 1NCE-Netzwerkplattform als ganz grundlegende und tiefliegende Layer im komplexen Ökosystem der IoT-Software. Wir möchten also unsere Kunden nicht unbedingt auf die 1NCE-Plattform zwingen, sondern unsere Lösung vielmehr in bestehende Anwendungs-Plattformen wie Cumulocity IoT einbinden. Damit die Nutzer sich voll auf ihre Projekte fokussieren können und die Steuerung ihres IoT-Mobilfunktarifs ganz unkompliziert und fast nebenbei durchführen können, haben wir eine API-Schnittstelle in die Cumulocity-Cloud geschaffen. Die Kunden brauchen also die Cumulocity-Plattform nicht zu verlassen und sparen sich so einen Umweg, den sie ansonsten zusätzlich steuern müssten.

Weshalb haben Sie sich entschieden, ausgerechnet mit Cumulocity IoT zusammen zu arbeiten?

A. Aßmann: Da beide Services auf ähnlichen cloud-basierten und damit dezentralen Server-Komponenten beruhen, war die Verknüpfung von Cumulocity und 1NCE unkompliziert. Die Dezentralität ermöglicht zusätzlich die komplett ortsunabhängige Nutzung der Lösungen. Derzeit entwickeln wir bei 1NCE noch einen Streaming-Modus, mit dessen Hilfe alle Services in der Cumulocity-IoT-Plattform stets aktuell dargestellt und ohne Latenz aktualisiert werden.
Auf unserer Mission, den Weg zu erfolgreichen IoT-Projekten für unsere Kunden zu ebnen sind gute Partner mit derselben Vision das A und O. Die gemeinsame Kundenzentriertheit ist also ein weiterer Grund, weshalb wir Cumulocity IoT als Partner ausgewählt haben.
Die gemeinsame Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Produkts io-key von autosen ist ein Paradebeispiel wie gute IoT-Partnerschaften idealerweise funktionieren sollten: jeder Partner bringt seine Best-in-Class-Expertise mit ins Spiel, um das finale Produkt zu einem echten Allrounder zu machen, der die Nutzung für die Kunden möglichst einfach macht.

Nach diesen erfolgreich geschlossenen Partnerschaften und gemeinsamen Produktentwicklungen – wie sehen die Zukunftspläne aus?

A. Aßmann: In naher Zukunft haben wir vor, die bereits erwähnte Streaming-Funktionalität zu finalisieren und so zu gestalten, dass der Kunde reibungslos Konnektivität für sein IoT-Projekt über die Cumulocity-IoT-Plattform buchen kann.
Mittelfristig widmen wir uns unter anderem auch dem Thema 5G, denn Netzwerkmanagement wird zunehmend auch Sache von Unternehmen. Ein Chemieunternehmen könnte sich beispielsweise sein eigenes Mobilfunknetz für den sicheren Austausch seiner Maschinen- und anderer Daten aufbauen. 1NCE hat speziell dafür bereits Lösungen entwickelt und wird diese weiter ausbauen. Unsere Funktionalität und technologische Expertise im Bereich Konnektivität werden wir weiter ausbauen und gerne auch schauen, welche Möglichkeiten sich dabei mit unseren Ökosystem-Partnern noch ergeben.
Auf langfristige Sicht arbeiten wir mit 1NCE daran, unsere Services weltweit weiter auszubauen, denn unsere Kunden fragen diese internationale Konnektivität bereits nach.
1NCE wächst mit den Anforderungen seiner Kunden – was von der Nutzerseite an neuen Herausforderungen auf uns zukommt, dafür sind wir sehr offen. Aus der Fragestellung, wie IoT-Konnektivität noch vereinfacht werden kann, ergeben sich für uns sicher in Zukunft noch neue Aufgabenfelder, die heute schlichtweg noch nicht abzuschätzen sind. Wir freuen uns auf das, was da kommt und blicken der Zukunft des IoT sehr positiv entgegen.

Herr Aßmann, vielen Dank für Ihre Zeit und die Einsichten in die Partnerschaft mit Cumulocity IoT!

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Worauf Sie bei einer erfolgreichen IoT-Implementierung achten müssen

Worauf Sie bei einer erfolgreichen IoT-Implementierung achten müssen

Drei Stopps der IoT Innovation Tour 2018 fanden bereits statt – am 17. Mai der Halt in München. Verschiedene Showcases demonstrierten die Umsetzung von IoT in der Praxis. Business- und IT-Verantwortliche stellten in Vorträgen das nötige Rüstzeug für die Umsetzung von IoT-Projekten vor und lieferten unter anderem Antworten auf die Frage: Wohin bewegt sich das IoT? Eine anschließende Podiumsdiskussion bot Gelegenheit zum Austausch von Zuhörern und Experten. Für diejenigen, die nicht dabei sein konnten, hier einmal die wichtigsten Take-aways der Vorträge aus München:

Einen Partner suchen Viele Unternehmen, die das „Internet der Menschen“ verschliefen, wurden von Start-ups wie Airbnb oder Amazon überholt. Um nicht das gleiche Schicksal beim „Internet der Dinge“ zu erleiden, sind Unternehmen jetzt zum Handeln gezwungen. Die Geschwindigkeit von Entwicklungen ist hoch, weshalb die Gefahr besteht, von der Konkurrenz überholt zu werden. Unternehmen müssen jetzt mit IoT-Projekten starten und ihre Produkte und Dienstleistungen in den Markt einführen. Um Startschwierigkeiten und Ressentiments zu vermeiden, rät Oliver Edinger, Vice President Competence Center IoT EMEA bei der Software AG, die Umsetzung von IoT-Projekten mit Partnern. Für ein erfolgreiches IoT-Projekt benötigen Firmen ein Netzwerk und die Erfahrung, wie man an solche Projekte herangeht. In einem Netzwerk profitieren Partner untereinander nicht nur technologisch – auch der Erfahrungsaustausch hilft, beim Thema IoT nicht den Anschluss zu verlieren.

Bewährte Techologien weiterentwickeln

GPS ist ein altbewährtes System, das früher hauptsächlich zur Ortung und Navigation benutzt wurde. In Kombination mit IoT wird GPS-Tracking für den Nutzer intelligent sowie komfortabel und eröffnet ungeahnte Möglichkeiten“, schildert Bodo Erken, Geschäftsführer von Trackerando. Um die neue, cloudbasierte Tracking-Lösung Trackerando auf den Markt zu bringen, entschied sich Amparos, ein deutscher Anbieter von GPS-Trackern, für die IoT-Plattform Cumulocity der Software AG. In diese werden GPS-Tracker aller Hersteller eingebunden und Daten durch vorhandene API-Schnittstellen an bestehende Systeme mühelos übergeben. So können beispielsweise Safes nach einem Diebstahl wieder aufgefunden werden.

Ressourcen einplanen

Die Automobilbranche macht es vor: Mit car2go, drivenow und MOIA ergeben sich im digitalen Zeitalter neue Paradigmen für die Produktentwicklung: Besitzen wird zu Nutzen, Investment zu Pay-per-Use, indirekter Vertrieb zu Kundenbeziehungen, Produktwelten zu Ökosystemen und aus Customer Support wird Customer Succes. Physische Produkte werden zu vernetzten digitalen Services. Die sogenannte Shared Economy boomt. Dabei spielen Daten eine wichtige Rolle. Daten, die von Unternehmen gesammelt werden, müssen zu brauchbaren Informationen umgewandelt werden, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Francis Cepero, Director Vertical Market Solutions von A1 Digital weiß jedoch, dass die finanzielle Belastung in einer solchen Transformationsphase hoch ist. Zu Beginn liegen Investitionen in neue Kompetenzen und Kapazitäten über dem Umsatz. Aber es lohnt sich: Nach einiger Zeit lassen höhere Umsätze und geringere Investionen Unternehmen wachsen.

Verbindungen herstellen – auch ohne Internet

Grundsätzlich geht es bei der Vernetzung von verschiedenen technologischen Geräten darum, zwei Dinge, die ursprünglich nichts miteinander zu tun haben, zu kombinieren. Ein Beispiel hierfür ist die Smartwatch, bei welcher Uhr und Handy zusammengeführt wurden. Mögliche Ideen für Verbindungen lassen sich beispielsweise im Haushalt finden: „Was im privaten Bereich gut funktioniert, funktioniert auch in der Geschäftswelt“, meint Boubacar Traoré, IT Transformation Director von Capgemini. Ein wichtiger Faktor bei IoT ist es, zu überlegen, wie das Gerät auch ohne Internet funktioniert. Die Smartwatch ist beispielsweise auch ohne Internet immer noch eine Uhr.

2018 – das Durchbruchsjahr für IoT

Gründe, warum Unternehmen in IoT investieren sollten, zeigt Mark Alexander Schulte, Senior Consultant bei IDC: Der Einsatz von IoT reduziert operative Kosten, verbessert die interne Effizienz und optimiert die Produkt- und Servicequalität. Bereits jetzt planen laut der Multi-Client-Studie „Internet of Things in Deutschland 2018“ 72 Prozent der Unternehmen ein neues IoT-Projekt. Bei der IoT-Umsetzung ist aber noch viel Luft nach oben: 36 Prozent der Unternehmen haben Startschwierigkeiten. Die größten Hürden seien die hohe Komplexität, das Fehlen ganzheitlicher Lösungen und die Gewährleistung der Software-Sicherheit.

IoT-Plattformen: Das Rückgrat für IoT-Initiativen

Erfolgreiche Projektumsetzungen erfordern einen durchdachten Technologieansatz. Für IoT-Initiativen können IoT-Plattformen das Rückgrat bilden. Achten sollten Unternehmen bei der Auswahl einer IoT-Plattform zum Beispiel auf Skalierbarkeit, Integrierbarkeit und die Setzung von Standards. Um am Markt zu bestehen, müssen Unternehmen den Fokus nicht nur auf interne Optimierungen, sondern auf neue Produkte, Services und Geschäftskonzepte setzen.

Nach der IoT Innovation Tour ist vor der IoT Innovation Tour! Diejenigen, die zu keinem der drei bisherigen Stopps erscheinen konnten, können die Experten, Kunden und Partner der Software AG im September noch in Düsseldorf, Wien oder Zürich treffen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

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