Integrierte Echtzeit-Lösungen für das Shopping-Erlebnis 4.0

Integrierte Echtzeit-Lösungen für das Shopping-Erlebnis 4.0

Der Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Deutschlands Retail-Sektor in eine handfeste Krise gestürzt. Allein im Bekleidungshandel bangen zum Jahresende 2020 drei von vier Modehändlern um ihre Existenz.

Dieses ernüchternde Bild zeichnete jüngst eine Umfrage des deutschen Handelsverbands HDE. Beschränkungen und Lockdown-Maßnahmen legen gnadenlos offen, wie sehr sich viele Händler noch immer vorrangig auf stetig frequentierte Filialen stützen und es rächen sich halbherzige Digitalisierungs-Strategien der Vergangenheit. Ganzheitliche E-Commerce-Konzepte sind stattdessen gefragt – mit einem Online-Handel als Kerngeschäft und Technologie, die die Echtzeit-Verarbeitung von Daten ermöglichen. Zu oft organisieren Händler ihr E-Commerce-Business nämlich lediglich als zusätzlichen Vertriebskanal, der technisch auf die bestehenden Systeme aufbaut. In der Praxis bedeutet das jedoch eine aufwändige Koexistenz komplexer Systeme. Das ist weder effizient, noch wird es modernen Kundenansprüchen gerecht. Stattdessen sind integrierte Lösungen gefragt.

Herausforderung Integration: Unüberschaubare Zahl an Verbindungen

So auch bei einem großen Textil-Einzelhändler, der neben seinem stationären Handel auch ein E-Commerce-Business aufbauen wollte. Allein 2000 Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zählte seine IT-Landschaft. Das ERP-System war auf den stationären Handel ausgelegt mit Artikelbezeichnungen, die lediglich für das Kassensystem oder die Nachbestellung beim Lieferanten geeignet waren, nicht jedoch um auch Informationen und Content für eine E-Commerce-Seite zu liefern, wie beispielsweise die passenden Produktbilder. Das Unternehmen pflegte also verschiedenste Daten-Silos. Ein Abgleich, sofern er stattfand, erfolgte zeitraubend per Stapelverarbeitung. Mit anderen Worten: Die reine Erweiterung dieses Systems um zusätzliche E-Commerce-Komponenten und weitere Fremdsysteme, hätte kein einziges Problem gelöst, allerdings bestehende Herausforderungen wie das Übertragungstempo der Daten noch weiter verschärft und daneben viele neue potentielle Fehlerquellen und Störfaktoren geschaffen.

Der Weg zum Single Point of Truth

Mit Hilfe der Software AG entschied sich das Unternehmen daher stattdessen für eine integrierte Lösung. Wie wichtige eine solche ist, zeigt sich beispielhaft bei der Kundenbeziehung. Ganz gleich, ob es um Bonus-Punkte und Rabatt-Systeme, übergreifende Preisanpassungen oder Click-and-Collect-Ansätze geht, sie alle zahlen nur dann positiv auf die Kundenerfahrung ein, wenn die dafür notwendigen Daten stets zuverlässig in Echtzeit entlang der gesamten Customer Journey zur Verfügung stehen. Schon die Anpassung eines Preises wird jedoch zur Geduldsprobe, wenn das ERP-System per Batch- und Punkt-zu-Punkt-Schnittstellen seine Informationen an diverse Untersysteme weiterspielen soll und der Datenabgleich so mit jedem System noch mehr Zeit benötigt. Obendrein fehlt in einem solchen Falle durch die Verzögerungen schlussendlich auch der Single Point of Truth. Welche Daten sind noch aktuell, welche im Moment ihrer Übertragung schon wieder überholt?

Basis für Echtzeit-Dienste

Es braucht also eine Basis, die Echtzeit-Daten-Übertragung und -Verarbeitung ermöglicht und in der Lage ist, auch auf die künftigen Entwicklungen im digitalen Retail-Business reagieren zu können. Dank der integrierten Lösung konnte der Textilhändler so beispielsweise, ein Customer-Loyality-Programm aufzusetzen, allein 500 API-Funktionen stellt er heute dafür bereit und konnte so die Kunden-Interaktion und Zufriedenheit signifikant erhöhen. Die Daten des Kunden und des Inventars lassen sich von jedem beliebigen System aus nutzen – ganz gleich, ob der Zugriff über die Website, mobil, per App oder über die Kassensysteme im stationären Handel erfolgt.

Noch unmittelbar vor Ausbruch der Corona-Pandemie schätzten Wissenschaftler des ibi research an der Universität Regensburg den Anteil des E-Commerce am gesamten deutschen Einzelhandel in 2025 auf bis zu 18 Prozent. Angesichts fortdauernder Kontaktbeschränkungen ist es gut möglich, dass dieser Wert schon deutlich früher erreicht wird. Im Vorteil sind dann all jene, die die Krise als Chance sehen, um sich von Alt-Systemen zu trennen, auf integrierte Lösungen zu setzen und mit schlanken Prozessen neu durchstarten zu können.

 

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5 Thesen: Masterplan Integration für die hybride Welt

5 Thesen: Masterplan Integration für die hybride Welt

Für erfolgreiche Manager ist es heute eine absolute Notwendigkeit, schnell auf die wechselnden Anforderungen von Kunden einzugehen. In unserer Welt, in der heute nicht sicher ist, was morgen verlangt wird, ist das eine echte Herausforderung. Eine durchdachte Digitalisierung der Geschäftsabläufe ist entscheidend – ein Fakt, der dank Pandemie endlich die gebührende Aufmerksamkeit in der öffentlichen Diskussion findet.

Eines der größten Hindernisse auf dem Weg zu gelungener Digitalisierung sind Datensilos. Die Fähigkeit, Daten aus verschiedenen Systemen zusammenzubringen, wird geschäftskritisch.Bei der tatsächlichen Umsetzung von Integration-Strategien stellen sich jedoch mehr und mehr Fragen. Effizienz, Optimierung und Kosten müssen bedacht werden, aber integrierte Daten ermöglichen auch völlig neue Geschäftsmodelle mit digitalen Services.

Voraussetzung für diese neuen digitalen Geschäftsmodelle und eine Echtzeitkommunikation zwischen Geschäftspartnern und Kunden sind Application Programming Interfaces (APIs). Die Welt der APIs wird jedoch zunehmend komplexer, denn durch die Verbreitung von mobilen Apps, Smartphones und smarten Produkten vergrößert sich ihre Anzahl immer mehr. Wenn Sie APIs effizient nutzen möchten, hängt der Erfolg stark von der Integration Ihrer Bestandsdaten und -systeme sowie der Cloud-Dienste ab.

IT-Entscheider benötigen daher einen Masterplan, der sich mit diesen fünf Thesen auseinandersetzt:

These 1: Unternehmen, die auf APIs setzen, sind innovativer
Vollständige Transparenz und durchgängiges Lebenszyklus-Management sind wesentlich für Ihre API-Strategie. Nur so können sie innovativ bleiben.

These 2: Digitalisierung jetzt oder nie
„Digital first“ wird zur Norm. 2020 war das Jahr der Digitalisierung. Jahrelang haben wir über Digitalisierungs-Strategien gesprochen, jetzt werden sie in die Tat umgesetzt.

These 3: Machen Sie einen Plan für die Cloud
Die massive Transformation in die Cloud muss strategisch geplant und gesteuert werden. Das gelingt nur, wenn Sie zu jedem Zeitpunkt wissen, wo Sie stehen, welche Risiken Sie haben und ob Sie die gesteckten Ziele erreichen können.

These 4: Mit Cloud und guter Usability bringt die Digitalisierung ins ganze Unternehmen
Cloud ist das Versprechen von hoher Agilität und universeller Wahlfreiheit. Nur mit einer Endnutzer-freundlichen Technologie halten Sie Schritt mit der neuen Business Dynamik.

These 5: IoT und Integration sind zwei Seiten einer Medaille
Integrierte IoT-Daten sind neue Werte für Ihr Unternehmen. Sensor- und Maschinendaten bringen völlig neue Datentypen und Datenmengen in Ihr Unternehmen. Diese Daten brauchen Kontext in Form von Analytics-Software oder ERP-Systemen. Achten Sie hier auf integrierte Lösungen mit Self-Service, um effizient zu sein.

 

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Leistungsfähiger Kundenservice dank IoT und AR

Leistungsfähiger Kundenservice dank IoT und AR

Augmented Reality (AR) kombiniert mit dem Internet of Things (IoT) – das könnte der Weg sein, entfernte Anlagen reibungslos zu betreiben und ungeplante Unterbrechungen zu verhindern.

Wenn in der Leitung eines Wasserversorgers irgendwo ein Leck auftritt, kann es Tage dauern, bis dieses genau lokalisiert wird. Bis ein Techniker vor Ort ist, um das Leck zu reparieren, dauert es womöglich noch einmal Tage. Bis dahin gehen Millionen Liter an Wasser verloren – welch eine Verschwendung von Geld und wertvollen Ressourcen!

Es ist eine Herausforderung, Anlagen aus der Ferne im Auge zu behalten, ob es sich nun um Rohrleitungen oder Maschinen handelt. Die Wartung, Reparatur und Instandhaltung (Maintenance, Repair and Overhaul, MRO) entfernter Anlagen ist eine teure und zeitaufwändige Angelegenheit. Sie brauchen ein Serviceteam, dass sich bei der Fehlersuche oft durch einen „Kabeldschungel” kämpfen muss oder mithilfe schwerer mobiler Geräte Diagnosen durchführt.

Um MRO-Aufgaben möglichst effizient durchzuführen, müssen zwei wichtige Fragen geklärt werden:

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt für MRO-Aufgaben?

Wenn Ihre Anlagen mit Sensoren verbunden sind, die Sie über eine Device-Management-Plattform steuern, erhalten Sie kontinuierlich Informationen über den Zustand Ihrer Anlagen. Mithilfe von Streaming Analytics können Sie einfache oder komplexe Regeln anwenden und Alarme erstellen, damit Sie gewarnt werden, sobald etwas schiefläuft und wissen, ob Sie tatsächlich eingreifen müssen. Solche Alarme können in einem Helpdesk-System integriert sein oder per E-Mail oder Push-Nachrichten verschickt werden.

  1. Wie lassen sich MRO-Aufgaben am effizientesten durchführen?

Was ist die Aufgabe einer Servicetechnikerin, der ein Ticket zugewiesen wird oder die eine E-Mail oder Push-Nachricht erhält? Sie sollte das Problem mit möglichst geringem Aufwand lösen. Hier kommt AR ins Spiel. Unabhängig von ihrer Erfahrung und ihren Fähigkeiten kann die Servicetechnikerin mithilfe von AR über ein Tablet oder Smart Glasses durch die Schritte geführt werden, die nötigt sind, um Ihre Anlagen wieder in den gewünschten Zustand zu versetzen. Falls erforderlich, meldet sie anschließend die relevanten Schritte an den Helpdesk zurück.

Stellen Sie sich vor, Sie können beides tun: MRO-Aufgaben zum richtigen Zeitpunkt und effizient ausführen.

  • Sie wüssten, wann der optimale Zeitpunkt für MRO-Aufgaben ist, und könnten Ausfälle verhindern und Wartungszyklen verlängern.
  • Sie könnten von Menschen verursachte Fehler reduzieren, weil Sie weniger erfahrene Techniker durch interaktive AR-Leitfäden unterstützen, die mit Echtzeit-IoT-Informationen angereichert sind.
  • Sie könnten die Prozesse Ihrer Serviceteams und auch Ihre Produkte optimieren, indem Sie Rückmeldungen aus dem Feld sammeln und analysieren. Damit würden Sie auch einen wichtigen Schritt in Richtung eines Equipment-as-a-Service-Geschäftsmodells machen.

Studien belegen, dass Sie mit IoT und AR die First-Time-Fix-Quoten Ihrer Maschinentechniker um 20 Prozent verbessern können; und wenn sie anstatt traditioneller Dokumentation AR-gestützte Dokumentation einsetzen, können Sie die Schulungszeiten Ihrer Servicetechniker um 35 Prozent senken.

IoT trifft AR und iPaaS

Eine neue Lösung auf der Basis von Cumulocity IoT, webmethods.io und REFLEKT One bringt IoT, AR und iPaaS zusammen. Die Streaming-Analytics-Funktionen von Cumulocity IoT triggern den MRO-Job. Der REFLEKT One Viewer überlagert die Darstellung einer Anlage mit 3D-Visualisierungen aus Ihren CAD-Daten und führt Ihre Techniker Schritt für Schritt durch immersive Anleitungen.

Daneben können sich die Techniker anhand von Live-Daten aus Cumulocity IoT über den inneren Zustand einer Anlage informieren und die Auswirkungen der Arbeiten sofort abschätzen. Anomalien oder anderes Feedback können sie direkt in der Reflekt-One-Viewer-App eingeben.

Feedback und Erfahrungen lassen sich einfach speichern, sodass Sie diese wertvollen Informationen wiederverwenden können – denn webMethods.io integriert sie mit Ihrem Helpdesk-System oder jedem anderen IT-Service.

Lassen Sie uns darüber sprechen, wie Sie Ihre MRO-Prozesse mithilfe von IoT und AR verbessern können. Bitte klicken Sie auf die Schaltfläche unten.

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Produzierende Industrie 2021: Drei wichtige Trends

Produzierende Industrie 2021: Drei wichtige Trends

Unternehmen in der produzierenden Industrie sind weiter damit beschäftigt, sich an die Veränderungen anzupassen, die durch Corona-Pandemie angestoßen wurden. Gleichzeitig richten sich die Unternehmen neu aus, um auch 2021 flexibel und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Nachfrageschwankungen, unterbrochene Lieferketten, dringend notwendige Maßnahmen zum Arbeitsschutz: Das sind nur einige der Herausforderungen, die Unternehmen zwingen, Ihre Betriebs- und Geschäftsmodelle zu überdenken.

Im nächsten Jahr und darüber hinaus ist Agilität gefragt, um relevant zu bleiben und schnell reagieren zu können, was auch immer kommen mag. Ich sehe für 2021 drei wichtige Trends:

Trend 1: Der digitale Kunde

Der Wunsch nach kontaktlosen, digitalen Einkaufskanälen hat die Customer Journey verändert. Die Digitalisierung hat für Unternehmen in der produzierenden Industrie eine hohe Priorität. Aber viele werden sich schwer damit tun, digitale Tools und Vertriebskanäle zu implementieren. Sind die neuen Tools einmal eingeführt und die Mitarbeiter geschult, helfen sie Kunden, nicht nur Anschaffungskosten eines Produktes, sondern auch die Folgekosten zu überblicken, die beispielsweise bei der Implementierung und dem Betrieb entstehen.

Für die Unternehmen ist das ein Balanceakt, denn einerseits kommen sie um die Digitalisierung nicht herum, andererseits muss für die Kunden die Abwicklung von Geschäften auch weiter komfortabel bleiben.

Trend 2: Stabile Umsätze

Um wiederkehrende und stabilere Umsätze zu erzielen, steigen produzierende Unternehmen um auf innovative Vertriebsmodelle wie „Anything as a Service (XaaS“) und Angebote, die sich nach dem Ergebnis richten, das der Kunde mit einem Produkt erzielt. Bei beiden Modellen bleibt der Hersteller während des gesamten Produktlebenszyklus im Kontakt mit dem Kunden, also normalerweise drei Jahre oder länger, und kann den Langzeitwert der Kundenbeziehung (Customer Lifetime Value) steigern.

Unternehmen in der produzierenden Industrie erweitern ihr Angebot an integrierten Produkten und Services kontinuierlich. Bei der Entwicklung und dem Betrieb von Softwarelösungen suchen sie die Unterstützung der Großhändler. Kunden profitieren von diesen Angeboten, weil ihre Investitionskosten sinken; dennoch fällt es den Herstellern schwer, deren Wert zu vermitteln, die neuen Angebote lassen sind schwer zu verkaufen.

Trend 3: Strategien für die einzelnen Vertriebskanäle

Unternehmen überdenken ihre Strategien für direkte und indirekte Vertriebskanäle, da der direkte Kundenkontakt seltener wird. Mit steigendem Erfolg des Online-Handels werden die Hersteller ihre Investitionen in die Digitalisierung erhöhen, damit sie mit ihren Zielkunden in Kontakt bleiben und dennoch ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen können.

Trotz der wachsenden Beliebtheit digitaler Kanäle, stiegen die Hersteller aber nicht scharenweise auf den Direktvertrieb um. Einige haben ihren eigenen E-Commerce-Kanal, andere setzten auf Großhändler mit umfassenden Funktionen für den Online-Handel. Auf ihren direkten Kanälen expandieren die Unternehmen ihre Programme und versuchen, mithilfe von Vertriebsspezialisten und Vertriebsinnendienst-Mitarbeitern die Effizienz zu verbessern.

Agilität in Zeiten komplexer Vertriebszyklen

2021 werden sich die meisten Unternehmen vom COVID-19-Schock erholt haben, aber der Lernprozess, wie man in einer unsicheren, virtuellen Umgebung operiert, geht weiter. Längere, komplexe Vertriebszyklen erfordern nach wie vor den persönlichen Kontakt. Aber ob sie erfolgreich sind, hängt auch von den Kunden ab, und die sind misstrauisch und zögern zum Teil noch, sich externen Anbietern zu öffnen.

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Das Geheimnis hinter Microservices-Management

Das Geheimnis hinter Microservices-Management

Das Konzept der Microservices-Integration lässt Entwicklern viel Freiheit und Flexibilität. Doch viele mussten auch schmerzlich erfahren, wie komplex das Konzept ist.

Wir haben mit der IT-Expertin Ann Marie Bond (Senior Manager Produktmarketing für AppMesh) nach dem Geheimnis hinter Microservices-Management gesprochen:

Warum liegen Microservices derzeit so im Trend?

Ann Marie: Angefangen hat alles mit einem anderen großen Trend: dem Cloud-Computing. Zunächst haben Unternehmen in der Cloud Software als Service (Software as a Service) genutzt und sich als Nutzer bei Plattformen angemeldet, die von Dritten gemanagt wurden. Damit sparten sie sich die Kosten und den IT-Aufwand, um Hardware vorzuhalten. Doch neue, einzigartige Produkte und Services, mit denen sie sich vom Wettbewerb abheben, müssen von den Unternehmen selbst entwickelt werden. Und nun sehen wir, dass Microservices eine wichtige Rolle bei der Entwicklung innovativer Anwendungen in der Cloud spielen.

Eine Studie, die O’Reilly vor Kurzem veröffentlicht hat, zeigt, dass 77 Prozent der Befragten Microservices eingeführt haben. Und zwar, weil sie bei einer Microservices-Architektur die Services einer App verändern können, ohne die ganze Anwendung neu bereitzustellen.

Anders als herkömmliche Standardanwendungen werden Microservices von kleinen Teams entwickelt, die ihre Programmier-Tools und -sprachen frei wählen können. Anwendungen, die auf Microservices basieren, bestehen aus einem Services-Netzwerk, in dem jeder Service eine bestimmte Geschäftsfunktion ausführt. Die Services kommunizieren miteinander, um Daten anzufordern und Anwendungslogik zu implementieren. Wenn sich die einzelnen Bestandteile einer App unabhängig voneinander managen lassen, ist es einfacher, eine App zu ändern und zu verbessern.

Warum sind Microservices so schwer in den Griff zu bekommen?

Ann Marie: Bei einem verteilten Modell ist es komplizierter, die Anwendung zu steuern. Die Logik, nach der Services miteinander kommunizieren, wird in der Cloud – aufgrund der zahlreichen Sicherheitsrisiken und eventuell instabiler Netzwerke – komplexer.

Damit es weder Ausfallzeiten noch lange Antwortzeiten gibt, müssen die Verbindungen zwischen den Services sorgfältig aufgebaut werden, sodass sie belastbar sind. Eine einzige Sicherheitsebene genügt in den seltensten Fällen, um Hacker-Angriffe abzuwehren und personenbezogene Daten zu schützen; und wenn neue, bessere Schutzmechanismen verfügbar sind, wollen Unternehmen diese so schnell wie möglich einführen. Die entsprechenden Funktionen können in jeden einzelnen Service eingebaut werden, aber viele IT-Verantwortliche bevorzugen das Konzept eines Service Mesh.

Welchen Nutzen hat ein Service Mesh?

Ann Marie: Ein Service Mesh unterstützt die Basisfunktionen auf Netzwerkebene, indem er sie in eine getrennte Infrastrukturschicht auslagert. Wenn ein Service Mesh die Kommunikation in der Cloud übernimmt, können die App-Entwickler sich um die Geschäftslogik ihrer Anwendungen kümmern.

Leider greift das Konzept des Service Mesh nicht weit genug. Denn es konzentriert sich auf die Netzwerkverbindung zwischen Services und nicht auf die Anwendung selbst. Wenn Anwendungen massiv genutzt werden, müssen sie schnell skalierbar sein. Funktionen, die neue Geschäftsanforderungen erfüllen, müssen problemlos hinzugefügt werden können. Tatsächlich können sogar sehr viele Änderungen notwendig sein; und jede Veränderung, die programmiert werden muss, verzögert den Fortschritt.

Auf der Anwendungsebene heißt das: Sie können Anwendungen schneller skalieren und weiterentwickeln, wenn Sie Services ohne Programmierung personalisieren, erweitern und zu steuern können. Anstatt eines Service Mesh brauchen Sie also einen Anwendungs-Mesh.

 

 

Genau darum geht es bei webMethods AppMesh. Anstatt ein weiteres Tool einzuführen, bauen Sie AppMesh in die API-Management-Schicht ein und können nicht nur APIs, sondern auch Microservices und Service Meshes zentral verwalten.

AppMesh besteht aus einer Reihe leichtgewichtiger, leistungsfähiger Microgateways, die über eine zentrale API-Management-Plattform gesteuert werden. AppMesh zeigt das Verhalten von Anwendern und Microservices auf Anwendungsebene, sodass sich Microservices ebenso unkompliziert wiederverwenden und steuern lassen wie APIs.

Vorkonfigurierte Skripts und die Unterstützung unterschiedlicher Services Meshes werden die Installation und Nutzung von AppMesh weiter vereinfachen. AppMesh wird vom IT-Tool zu einem Tool für Anwender werden, die sich einen detaillierten Überblick über die Nutzung einer App verschaffen wollen. Darüber hinaus wird AppMesh die Grundlage werden für die Entwicklung cloudnativer Anwendungen, die Microservices für die Bereitstellung neuer Funktionen und APIs für den Datenzugriff nutzen.

Gibt es Alternativen?

Ann Marie: Es gibt eine ganze Reihe von Service-Mesh-Produkten, viele davon sind Open-Source-Software. Einige bieten Extras für die Verwaltung auf Netzwerkebene und sind lose mit API-Gateways integriert. Aber es gibt keine andere Plattform, die so angelegt ist, dass Sie damit APIs und Microservices einheitlich verwalten und anspruchsvolle Anwendungen erstellen und ausführen können.

Mit einer API-Management-Plattform für den zentralen Betrieb von APIs, Microservices, und Meshes können Sie Anwendungen sicher bereitstellen und verwalten. Sie entwickeln damit ohne Programmierung kontextspezifische Regeln für personalisierte, gezielte Kundenerlebnisse. Das bringt Ihnen die für Microservices typische Agilität; die Komplexität, die Microservices-Architekturen mitbringen können, bleibt Ihnen erspart.

Mehr über AppMesh erfahren

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IoT: Die großen Chancen des Retail-Sektors

IoT: Die großen Chancen des Retail-Sektors

Der Druck steigt. In vielen Teilen des Handels tobt seit Jahren ein erbitterter Preiskampf. Der Wettbewerb verschärft sich. Mit dem globalen E-Commerce haben neue Herausforderer die Bühne betreten, zugleich haben sich Erwartungen der Kunden grundlegend geändert.

Es geht um nahtlose Einkaufserlebnisse, die keine Grenzen zwischen online und offline mehr kennen und bei denen der Omnichannel-Vertrieb das „neue Normal“ ist. Hersteller und Anbieter im Retail-Segment sind gefordert, sich neu zu positionieren. Sie müssen sich von der Konkurrenz abgrenzen und gleichzeitig die Nähe zum Kunden leben mit einer Customer Journey, die nicht beim Verkauf des jeweiligen Produktes endet. Die Digitalisierung gibt den Unternehmen dafür mit dem Internet of Things (IoT) das entscheidende Instrument an die Hand – um mit komplett vernetzten Supermärkten und Subscription-Modellen den Handel neu zu erfinden.

IoT-Filialen für den Handel der Zukunft

Mit RFID-Chips und smarten Regalen den Supermarkt vollständig zu automatisieren, gehört zu jenen Szenarien, um die es im Handel in der Vergangenheit zumeist ging. Durchgesetzt haben sich die entsprechenden Pilotprojekte in diesem Bereich jedoch nie. Die Kosten der RIFD-Chips sowie der gesamten übrigen Hardware, die datenschutzrechtlichen Fragen und fehlende Standardisierung stehen solchen Projekten im Wege. Das Beispiel von Lyreco zeigt jedoch, dass IoT durchaus ein großes Potenzial im Retail-Sektor bietet – wenn Unternehmen die bisherigen manuellen Prozesse, Kontroll- und Wartungsabläufe auf den Prüfstand stellen. Denn der Ansatz des Büro-Versorgers lässt sich auf viele weitere Anwendungsfälle übertragen, auch innerhalb einer Filiale  – beispielsweise auf Kühlketten und Kühltheken in einem Geschäft.

 

 

Für das Kühlaggregat einer Kühltheke lassen sich Daten zum Hoch- und Niederdruck erheben, die erreichte Temperatur und je nach Bauweise noch verschiedenste weitere Werte, die sehr genau Aufschluss über den Zustand des Aggregates und mögliche technische Probleme geben. Im Falle von Störungen können solche Systeme den Techniker eigenständig informieren, der frühzeitig – und noch bevor die Ware durch die defekte Kühlung Schaden nimmt – reagieren kann und obendrein aufgrund der gelieferten Daten beim Eintreffen in der Filiale schon bestens weiß, welchen Fehler er zu beheben hat.

IoT optimiert Abläufe im Retail-Bereich

In ähnlicher Weise lässt sich mit vielen anderen Geräten verfahren – dem Brotback- und dem Pfandflaschenautomaten, der Beleuchtung, den Waagen und Kassen-Systemen, der gesamten Klima- und Heiztechnik beispielsweise. Verschiedenste Daten dieser Geräte und technischen Systeme lassen sich über Cumulocity IoT bündeln und auswerten – und mit anderen Daten und Informationen verknüpfen, wie beispielsweise mit jenen der digitalisierten Handbücher und Arbeitsanweisungen. Über Dashboards können Mitarbeiter so sehen, welches Problem sie an welchem Gerät wie zu beheben haben oder welcher Arbeitsschritt gerade ansteht. Muss der Brotback-Automat gewartet werden? Ist der Pfandflaschen-Automat voll? Das Dashboard verrät Mitarbeitern, was wie zu tun ist. Das erleichtert den Unternehmen das Onboarding neuer Mitarbeiter, die sehr viel früher auch technische Aufgaben übernehmen können und trägt zum optimalen – und das heißt auch effizienten – Betrieb in den Filialen bei, der auf das Erlebnis der Kunden einzahlt.

 

 

Software AG IoT Digital Summit: „Re-connect your business“

Wie Unternehmen ansonsten von IoT profitieren, welche Trends es gibt und welche Strategien gefragt sind, verraten wir bei unserem IoT Digital Summit. Unternehmen wie SMC, RE’FLEKT, Griesser, DMG MORI und YNCORIS teilen dafür ihre Erfahrungen aus der Praxis. Fragestellungen sind u.a.:

  • Wie lassen sich Bestandsanlagen auf IoT umrüsten?
  • Wie lässt sich über IoT die Effizienz steigern?

Unsere Experten beantworten typische Fragestellungen der verschiedensten Branchen rund um IoT.

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