Das Damengambit des IoT

Das Damengambit des IoT

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe einige ältere Kinder. Meine Einladung, sich gemeinsam an den Tisch zu setzen und zu reden, funktioniert normalerweise nicht besonders gut. Etwas gemeinsam zu tun, das sie mögen, und in dem Moment des „Tuns“ zu sein, kann jedoch oft die Tür zum Reden öffnen.

Und dank der Miniserie „Das Damengambit“ spielen meine Kinder jetzt am liebsten Schach. Während ich also mit meinen Kindern Schach spielte und eine Unterhaltung führte, die ich normalerweise nicht mit ihnen führen würde, kam mir der Gedanke, dass IoT-Projekte ein bisschen wie Schachspiele sind. Im Internet der Dinge, genau wie beim Schach, muss die Eröffnungsstrategie wohlüberlegt sein, um zum Erfolg zu kommen. Wie beim Damengambit, einem Zug aus dem Schach, muss man manchmal etwas opfern, um das Spiel zu gewinnen.

Das Damengambit ist einer der ältesten Eröffnungszüge im Schach und wird immer noch häufig gespielt. Es wird Gambit genannt, weil es ein Opfer erfordert, um eine bessere Kontrolle über die Mitte des Brettes zu erlangen.

Und wie passt das zum IoT? Das Gambit liegt darin, wie Sie vorankommen. Wenn Industrieunternehmen ihre IIoT-Strategien und -Ansätze entwickeln, will der Vorstand wissen:

  • Wie schnell sollte man sich bewegen?
  • Wie lang ist das Handlungsfenster offen?
  • Haben Sie noch fünf Jahre Zeit, um auf eine neue Technologie und einen neuen Plan für die IIoT-Welt umzustellen? Zwei Jahre? Oder nur sechs Monate?

Die Paradoxien des IoT

Es gibt zwei Paradoxa, die es schwer machen, diese Fragen zu beantworten.

Erstens: das digitale Paradoxon. Während Unternehmen mit überwältigender Mehrheit sagen, dass die digitale Transformation – im Allgemeinen und IIoT im Besonderen – entscheidend für das Überleben des Unternehmens ist, sagt zumindest eine Umfrage, dass sie noch nicht stattfindet. Eine aktuelle Umfrage von Bain & Company unter 627 Führungskräften (mehr als die Hälfte davon in der Industrie) zeigt, dass die IIoT-Einführung deutlich langsamer verläuft als noch 2016 vorhergesagt.

Die Gründe werden Ihnen bekannt vorkommen:

  • Hohe Kosten für die Implementierung
  • Die Notwendigkeit erheblicher struktureller Änderungen

Die Hersteller erkennen, dass sie, um ihren lange gehegten Traum einer engeren Verbindung mit den Endverbrauchern ihrer Produkte zu verwirklichen, jeden Aspekt ihres Geschäfts verändern müssen – von Kundenbeziehungen, Produktdesign, Lieferkette, Gewinn und Verlust bis hin zu Servicemodellen. Hinzu kommt eine schwindelerregende Auswahl an Technologien, die zur Angst vor dem Scheitern führen kann.

Während also die kurzfristigen Prognosen nicht ganz so rosig sind, sind die langfristigen Erwartungen an das IIoT insgesamt immer noch hoch. Warum? Angesichts der Fortschritte in der Sensortechnologie, der 5G-Konnektivität, dem Edge Computing und der Analytik gibt es kaum Zweifel am Potenzial der Technologie, Komplexität erheblich zu reduzieren und die Effizienz bei der Einführung zu verbessern.

Das zweite ist das Sicherheitsparadoxon. Seit Jahren sind die größten Bedenken in Bezug auf das IIoT die Sicherheit und die Integration. Ursprünglich dachte man, dass diese Bedenken im Laufe der Jahre verschwinden würden, aber das Gegenteil ist der Fall. Mit zunehmender technologischer Reife der Unternehmen nehmen die Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Integration sogar zu – die Herausforderungen wachsen also weiter.

Kommen wir zurück zu unserem Damengambit: Um ein Paradoxon zu lösen und Fuß zu fassen, muss ein Opfer gebracht werden. Aber welches Gambit soll man spielen? Welches Opfer soll man bringen?

IoT-Produzent oder Konsument?

Um das herauszufinden, müssen Sie sich die folgende Frage stellen:

„Bin ich ein Produzent oder ein Konsument eines ‚Dinges‘?“

Warum eigentlich?

Produzenten sehen die Welt durch die Linse ihres Produkts. Als Produzent müssen Sie sich um die Qualität Ihres smarten Produkts, seine Relevanz, Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit sowie um das Benutzererlebnis im Allgemeinen kümmern. Kurz gesagt, Ihre Eröffnungsstrategie sollte sich auf die direkten Fähigkeiten des Dings konzentrieren. Gerätekonnektivität und -management, einschließlich Sicherheit, sollten im Mittelpunkt Ihrer Eröffnungsstrategie stehen.

Das Opfer? Zu Beginn Ihres Projekts verpassen Sie möglicherweise andere Möglichkeiten, die eine starke Integrationsstrategie bieten kann. Sobald das Gerät Daten liefert, können Sie sich um die Verwaltung der Daten in all ihren Aspekten kümmern – und diese Daten nutzen, indem Sie Lösungen und Integrationen für Ihr Produkt bereitstellen.

Für Konsumenten hingegen ist der Nutzen der Dinge nur indirekt relevant. Die Verbraucher interessieren sich für das Ergebnis von Geschäftsprozessen. Smarte Sensoren und Dinge sind dafür da, um das Ergebnis Ihres Geschäftsprozesses zu beeinflussen.

Wenn Sie beispielsweise sicherstellen wollen, dass Pakete pünktlich an die Haustür geliefert werden, könnten Sie Drittanbieter aus der Logistikbranche ins Boot holen, um die Pakete mit Trackern zu versehen. Aus Sicht des Verbrauchers liegt der Fokus also darauf, eine Strategie zu entwickeln, die zuerst die IT-Seite – das Geschäftsmodell, die Unternehmensintegration und das Prozessmanagement – löst, bevor man sich mit dem Gerät selbst beschäftigt.

Schließlich müssen Sie als Verbraucher wahrscheinlich mehrere Geräte von verschiedenen Anbietern integrieren, und Sie werden zu so etwas wie einem Flottenmanager. Wenn Sie Ihren ersten Schritt falsch setzen, werden Sie Schwierigkeiten haben, die Kontrolle über all diese Geräte und die Plattformen der verschiedenen Hersteller zu behalten und diese zu orchestrieren.

Proof of Concept: Zugzwang im IIoT vermeiden

Das Gambit? Sie könnten Ihre Gerätefähigkeiten kurzfristig vernachlässigen, aber wie bei einer Schachpartie gibt es viele Wege zum Erfolg, solange Sie nicht Ihre wichtigsten Figuren opfern. Es braucht wahrscheinlich nur mehr Züge.

Was auch immer Sie tun, versuchen Sie Zugzwang zu vermeiden. Zugzwang bedeutet, einen Zug machen zu müssen, der die Qualität Ihrer Stellung verringert. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Organisation einige Ihrer Eröffnungszüge durch Proofs of Concept analysiert, wenn Sie das IoT-Spiel wirklich beginnen.

Genießen Sie das Spiel … Sie sind am Zug.

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Wird LWM2M Plug & Play für IoT möglich machen?

Wird LWM2M Plug & Play für IoT möglich machen?

Ein Protokoll namens Lightweight M2M (LMW2M®) sorgt in immer mehr Bereichen für Furore – von Versorgungsunternehmen bis hin zu intelligenten Städten – und treibt damit die Verbreitung des Internets der Dinge (IoT) voran.

Ob Sie nun Wasserleitungen im entlegenen Australien überwachen oder die Vibrationen von Ölbohrgeräten in North Dakota messen wollen, Sie müssen die Daten irgendwie dorthin bringen, wo sie analysiert werden können. Wie das geht? Beginnen Sie mit Standards!

Für den aufstrebenden IoT-Markt werden Standards langsam aber sicher unabdingbar. Im Vergleich zu anderen Standards (z. B. MQTT) wurde LWM2M so konzipiert, dass es eine Plug-and-Play-Benutzererfahrung ermöglicht: Nehmen Sie ein IoT-Gerät eines beliebigen Anbieters aus dem Lager, verbinden Sie es mit Ihrer IoT-Plattform (wie z.B. Cumulocity IoT) und nutzen Sie es sofort und ohne Softwareentwicklung.

Mit der zunehmenden IoT-Nutzung werden auch immer mehr dezentrale Sensoren und Geräte an Orten ohne Konnektivität – und solchen, die weit entfernt von Stromanschlüssen liegen – genutzt und verwaltet. LWM2M bietet eine standardisierte Möglichkeit, diese Geräte zu verwalten und Sensordaten kostengünstig in die Cloud zu senden.

In Australien zum Beispiel erstrecken sich die Pipelines der Wasserversorgung Tausende von Kilometern von Breitband- und Stromleitungen entfernt. Um sie auf Lecks und Brüche zu überwachen, müssen die Versorgungsunternehmen Sensoren mit geringem Stromverbrauch an Rohren und Pumpen installieren. Die Daten müssen dann an ein zentrales System weitergeleitet werden, wo sie analysiert werden können, um Lecks, Manipulationen und Verunreinigungen zu erkennen und zu verhindern.

Warum LWM2M?

LWM2M entwickelt sich zum Standardprotokoll für die Verwaltung von IoT-Geräten und den Austausch von IoT-Geschäftsdaten. Es ist ein offenes Protokoll der Open Mobile Alliance (OMA), das für mobile Geräte mit geringem Stromverbrauch und begrenzter Rechenleistung entwickelt wurde.

Damit Sensoren und Geräte zentral verwaltet und remote bedient werden können, definiert LWM2M eine gemeinsame Sprache für die Kommunikation zwischen Geräten und IoT-Plattformen. Dazu gehören bei LWM2M auch die Metadaten, die die tatsächlich ausgetauschten Daten beschreiben. Die IoT-Plattform benötigt diese Metadaten, um die Fähigkeiten eines bestimmten Geräts zu verstehen und die vom Gerät gesendeten Daten zu interpretieren. Mit LWM2M werden die Metadaten bequem in einem zentralen Repository in der Cloud gespeichert, wodurch IoT Plug-and-Play Realität wird.

Durch die Verwendung der Metadaten und eine effiziente Datenkodierung können die Geräte die Übertragung von Daten minimieren. Das spart Bandbreite ein, beschleunigt die Übertragung und senkt die Kommunikationskosten.

Geräte-Management mit LWM2M

Denken Sie daran, dass wir über die Verwaltung einer riesigen Anzahl von weiter entfernten, nicht gut zugänglichen Objekten sprechen. Fragen Sie sich:

  • Was passiert, wenn sich ein Gerät atypisch verhält?
  • Kann es neu gebootet werden?
  • Isoliert werden?
  • Können die Sicherheitsanmeldeinformationen ersetzt werden?
  • Was ist mit der Bereitstellung kritischer Firmware-Updates?

Diese Aspekte werden durch die Geräte-Management-Funktionalität der IoT-Plattform abgedeckt. Marktführende IoT-Plattformen wie Cumulocity IoT bieten Out-of-the-Box-Anwendungen für das Gerätemanagement, um z. B. die Software und Firmware von Geräten über webbasierte Benutzeroberflächen zu verwalten. Doch die Cloud-basierte Anwendung braucht ein Gegenstück auf der Geräteseite.

Traditionell erfordert dies eine zeitaufwändige und teure projektbasierte Entwicklung. An dieser Stelle setzt LWM2M an: LWM2M definiert alle Operationen für das Gerätemanagement genau, so dass ein LWM2M-konformes Gerät vom ersten Tag an ohne Entwicklung verwaltet werden kann.

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Wie Sie die richtige Balance zwischen Cloud-Innovation und Business Continuity finden

Wie Sie die richtige Balance zwischen Cloud-Innovation und Business Continuity finden

Die Herausforderungen Ihres Unternehmens auf der Reise in die Cloud sind überaus real: Von gestörter Anwendungsintegration bis hin zu unterbrochenen Innovationszyklen gibt es viele Horrorgeschichten. Aber es gibt Maßnahmen, die sicherstellen, dass Ihre Innovation mit Legacy-Technologien harmonisch zusammenarbeiten.

Ist es einfach, Raum für Cloud-Innovationen zu schaffen und gleichzeitig die Stabilität Ihrer Kerngeschäftssysteme zu gewährleisten? Nicht wirklich. Es ist ein Balanceakt, der Ihr Unternehmen ziemlich unzusammenhängend, unorganisiert und – was das Schlimmste ist – anfällig für betriebliche Ineffizienz und verlangsamte Innovation machen kann. Bedenken Sie folgendes:

  • Was passiert, wenn Tests und Experimente mit neuen Technologien und Prozessen Auswirkungen auf Ihre Kernproduktionssysteme haben?
  • Was werden Sie tun, wenn es zu unerwarteten Ausfallzeiten kommt, die zu Umsatz- und Gewinneinbußen führen, während Sie diese Produktionssysteme wieder zum Laufen bringen?
  • Werden Sie in der Lage sein, die Tests und Experimente neu zu bewerten und wieder aufzunehmen?

Es ist nicht einfach, neue Technologien auf geschäftskritischen Systemen zu implementieren – und das aus gutem Grund. Die Art der Integration, die benötigt wird, muss in der Lage sein, eine Fülle von Anwendungsfällen und Einsatzmöglichkeiten zu adressieren. Ihrem Unternehmen ist es im Zweifel egal, wo die Anwendungen gehostet werden, und es ist auch nicht an herstellerspezifischen Grenzen und Kompatibilitätsproblemen interessiert. Welche Schlüsse sollten Sie daraus ziehen?

1: Auf unterschiedliche Innovationsgeschwindigkeiten eingehen

Unternehmen verwechseln oft „Innovation“ mit „Geschwindigkeit„. Man kann das verstehen: In unserem wettbewerbsintensiven Markt muss man manchmal der Erste sein, der mit einer neuen Technologie oder einem neuen Prozess an den Start geht, um eine ganze Branche oder einen ganzen Sektor umzukrempeln und neu zu erfinden.

Manchmal reichen schrittweise Verbesserungen jedoch aus. Stellen Sie sicher, dass Sie parallele Testvorgänge mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten fahren. So vermeiden Sie Ausfallzeiten, falls ein Experiment fehlschlägt und es zu einem kurzzeitigen Systemstillstand kommt.

Wenn Sie am Ende konsequenter vorgehen als Ihre Konkurrenten – die ebenfalls ständig mit Trial and Error arbeiten und mit Ausfallzeiten zu kämpfen haben – stehen die Chancen gut, dass Sie als Erster die Ziellinie erreichen.

2: Planen Sie Scheitern ein

Es ist in Ordnung, zu scheitern. Gerade, wenn Sie Innovationen erforschen, die noch nicht reif für die Implementierung und Integration sind, ist es ganz normal. Rechnen Sie damit, dass Testläufe scheitern werden. Schaffen Sie Raum dafür.

Doch dies ist wichtig: Stellen Sie sicher, dass Ihre Kernproduktionssysteme davon nicht beeinträchtigt werden. Doch wie erreicht man dies?

3: Trennen Sie Innovationsprojekte von Ihren Kernsystemen

Der entscheidende Punkt, um fortlaufende Innovationen zu erreichen, ohne Probleme mit Ihren Kernsystemen zu verursachen sind: APIs. Stellen Sie sich eine API als einen „Überspannungsschutz“ vor, der eine Verbindung sicher überbrückt und gleichzeitig die Autonomie zwischen den beiden „Plattformen“ oder „Systemen“ aufrechterhält.

Auf diese Weise ermöglichen Sie es, dass Innovationen quasi „on top“ neben Ihren Kernsystemen laufen – mit minimalen bis gar keinen Auswirkungen, völlig unabhängig voneinander und selbst verwaltbar. Die Interkonnektivität ermöglicht die gemeinsame Nutzung von Ressourcen, aber ohne den offensichtlichen Nachteil einer schwer handhabbaren Abhängigkeit.

Mit anderen Worten: Anstatt das Kartenhaus nur vor dem Umsturz zu bewahren, sollten Sie Stützpfeiler einziehen. Sicher, das ist leichter gesagt als getan, aber zum Glück hat die Software AG die Werkzeuge, die Sie dafür brauchen.

Intuitive API-Verwaltung ist eine großartige Lösung, die Cloud-Integration zu einem Kinderspiel macht – und gleichzeitig neue Innovationen ermöglicht, sobald sie auftauchen.

Alles, was es braucht, ist der Wille, sich vorwärts zu bewegen. Bleiben Sie relevant. Seien Sie ein Trendsetter. Und lassen Sie sich von APIs und robusten Integrationswerkzeugen in die Zukunft katapultieren.

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5 gute Gründe für Geschäftsprozessmanagement

5 gute Gründe für Geschäftsprozessmanagement

Warum brauchen wir ein Wertversprechen für BPM? Analysten gehen von einem Wachstum des Marktes für Geschäftsprozessmanagement (engl. Business Process Management – BPM) um 16 Milliarden USD bis 2023 bei einer jährlichen Steigerung (CAGR) von 14% aus.

Gleichwohl fragen sehr viele Leute in verschiedenen Rollen, aus verschiedenen Geschäftsbereichen und über alle Branchen hinweg regelmäßig nach dem Wert das Prozessmanagements für ihr Unternehmen. Wichtig ist dies häufig auch für die Vorbereitung einer stichhaltigen Argumentation für das Management.

Ein gemeinsames Verständnis von Geschäftsprozessmanagement – worüber sprechen wir?

Um diese Frage korrekt zu beantworten bedarf es eines gemeinsamen Verständnisses von Geschäftsprozessmanagement. Es geht nicht nur um Prozessmodellierung und nicht nur um Automatisierung. Auch sprechen wir nicht von einem zeitlich begrenztem BPM-Projekt oder der Analyse einer Momentaufnahme, um Quick Wins zu identifizieren und zu bearbeiten. Vielmehr muss Prozessmanagement als ganzheitlicher Ansatz für die Transformation von Unternehmen verstanden werden – von der Strategie über das Design von Veränderungen, deren Implementierung, Ausführung und Überwachung sowie der kontinuierlichen Wiederholung dieser Phasen im Sinne eines Lebenszyklus. Sobald dieses Verständnis von allen Beteiligten geteilt wird, kann über den Wert gesprochen werden, der Prozessmanagement für Unternehmen bringen kann.

 

Auf einen Blick: BPMN 2.0

 

Checkliste: Prozesse gestalten

 

Die fünf wichtigsten Gründe für Geschäftsprozessmanagement

  1. Aufbrechen von Silos durch Transparenz und eine “Lingua Franca”

Viele Unternehmen kämpfen mit isolierten Prozessen, während ein Gesamtbild einschließlich der Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Aktivitäten im Ende-zu-Ende-Prozess fehlt. Prozessmanagement startet mit einem gut durchdachten Prozess-Design und überwacht die produktiven Abläufe von ihrer Initiierung bis zu ihrem Abschluss. Dies passiert sowohl auf einer detaillierten (schrittweise) als auch auf einer aggregierten Ebene (mit Process Mining). Auf diese Weise werden Abläufe messbar und gleichzeitig alle Fakten, Zahlen und Erkenntnisse geliefert, die für die Entscheidungsfindung auf unterschiedlichen Geschäftsebenen erforderlich sind. Gleichzeitig bricht dieser Ansatz Silos, die häufig an den Übergangen zwischen „benachbarten“ Abteilungen beobachtet werden können, auf und liefert eine gemeinsame Sprache – eine Lingua Franca – die von der gesamten Organisation verstanden wird. Somit ist Prozessmanagement in der Lage, die Kommunikationslücke zwischen Abteilungen, und damit auch zwischen Business und IT, zu überbrücken.

  1. Agile Reaktionsfähigkeit auf sich ändernde Umstände

Mehr als jemals zuvor müssen Unternehmen schnell auf Veränderungen im Markt, im Ökosystem und in den vorhandenen Technologien, in der Gesellschaft aber auch auf neue gesetzliche Regelungen reagieren. Prozessmanagement ermöglicht es Unternehmen, Anpassungen vorzunehmen oder neue Arbeitsweisungen zu schaffen, diese unmittelbar an die Belegschaft zu kommunizieren sowie deren Einhaltung effektiv sicherzustellen. Die Evolution von Prozessen wird damit präzise dokumentiert und gibt den Prozessverantwortlichen die Möglichkeit, Auswirkungen von Änderungen von Anfang bis Ende zu verstehen und zu prognostizieren. Es handelt sich damit um eine bestmögliche Vorbereitung, um eine schnelle und dennoch nachhaltige Reaktionsfähigkeit herzustellen. Wie in der anhaltenden COVID-19-Krise beobachtet werden kann, ist dies ein wichtiger Faktor für die Widerstandsfähigkeit von Organisationen weltweit.

  1. Erarbeitung von Best Practices und kontinuierliche Produktivitätssteigerung

Prozessmanagement ermöglicht den Verantwortlichen, die Leistung neuer Prozesse und die Auswirkungen vorgenommener Änderungen zu prognostizieren. Dies ist essenziell, um Schwachstellen und Engpässe bereits von Beginn an – insbesondere vor der Implementierung – zu vermeiden. Zudem können Redundanzen und fehleranfällige Aufgaben identifiziert werden, was zu stark fokussierten Automatisierungsinitiativen führt. Auf Basis diese Prognosen und Erfahrungswertanalysen können diejenigen Automatisierungskandidaten priorisiert werden, die den größten Wert für das Unternehmen erwarten lassen. Es werden Ineffizienzen beseitigt und somit Kosten- und Zeitbedarf reduziert, die Effektivität verbessert und die Konsistenz in der Ausführung, bedingt durch Standardisierung, sichergestellt. Schließlich sind Unternehmen in der Lage, ihre Prozesse kontinuierlich zu verbessern und Best Practices herauszukristallisieren.

  1. Risikominimierung und Compliance als Kontrollinstrumente

Unternehmen müssen in Ihrem Handeln eine Vielzahl von Regeln beachten. Es handelt sich insbesondere um Gesetze, branchenspezifische Vorschriften und Normen (z.B. ISO) aber auch selbst auferlegte Regeln, so genannte Business Rules. Dies gilt nicht nur für Unternehmen im regulierten Umfeld, wie der Pharma-, Chemie- oder Versicherungsbranche, sondern für alle Unternehmen weltweit. Die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung, engl. General Data Protection Regulation – GDPR) ist ein hervorragendes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit. Die Verordnung betrifft alle Unternehmen, die Daten von EU-Bürgern verarbeiten – insbesondere in ihrer eigenen Kundenbasis. Fehlt der Überblick über die Aktivitäten im Unternehmen, in denen entsprechende Daten verarbeitet werden, fehlt ebenso die Möglichkeit sicherzustellen, dass diese Verordnung im eigenen Unternehmen umsetzt wird. Oder umgekehrt: Die Kenntnis der betroffenen Aktivitäten reduziert das Risiko möglicher Strafen, da die notwendigen Vorkehrungen zielgerichtet und schnell getroffen werden können. Prozessmanagement kann daher als wichtiges Kontrollinstrument für Organisationen verstanden werden, welches Unternehmen ist die Lage versetzt, schnell auf sich ändernden Vorschriften zu reagieren. Die Einhaltung kann planerisch durch die vorhandenen Dokumentationen, aber auch operativ, durch eine Überwachung auf Instanzebene, nachgewiesen werden. Prozessmanagement integriert auf die Weise Compliance in den Prozesslebenszyklus und liefert den Input für interne und externe Audits.

  1. Zufriedenheit von Mitarbeitern und Kunden

Mitarbeiter stehen häufig unter hohem Druck, mehr Leistung schneller zu erbringen. Prozessmanagement ermöglicht eine kontinuierliche Straffung der Prozesse, die Automatisierung repetitiver Aufgaben, die Identifikation und Beseitigung nicht erforderlicher Aktivitäten sowie die klare Definition von Verantwortlichkeiten entlang der Ende-zu-Ende-Prozesse. Mitarbeiter erlangen dadurch mehr Freiraum, um sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren und erleben dadurch weniger Frustration im Arbeitsalltag. Die Belegschaft kann zudem in den unmittelbaren Austausch mit Prozessverantwortlichen eintreten, und damit wertvollen Input für Verbesserungen aus erster Hand liefern. Dies erhöht die Zufriedenheit der Mitarbeiter, vereinfacht und verbessert aber auch die Interaktion mit und die Fokussierung auf den Kunden, da die Zusammenhänge zwischen internen Prozessen und dem Kundenerlegniss gezielt optimiert werden.

 

 

Vorteile von Geschäftsprozessmanagement

Geschäftsprozessmanagement ermöglicht es Unternehmen, in die eigene Aufbau- und Ablauforganisation zu blicken und Zusammenhänge von Anfang bis Ende strukturiert nachzuvollziehen. Dies beginnt meist mit dem Entwurf oder der Dokumentation von Geschäftsprozessen für einen bestimmten Zweck – beispielsweise zur Qualitätszertifizierung (z.B. ISO9001) oder für das Anforderungsmanagement zur Auswahl der richtigen Software. Der Wert steigt jedoch erst mit der Erreichung höherer Reifegrade überproportional an, da dadurch neue Anwendungsfälle bis hin zu einem echten operativen Management des Unternehmens möglich wird. Die Einbeziehung einer großen Anzahl von Mitarbeitern über alle Ebenen hinweg löst zudem das Silodenken in vielen Unternehmen auf und erlaubt damit eine prozessorientierte und abteilungsübergreifende Sicht auf den eigenen Wertbeitrag.

Nicht zu vernachlässigen ist dabei die Auswahl der richtigen technischen Unterstützung in Form eines Prozessmanagement-Werkzeugs. Mitarbeiter müssen dieses aktiv und intuitiv bedienen (können), um die Potenziale des Prozessmanagements voll ausschöpfen zu können. Darüber hinaus muss die Software in der Lage sein, mit den wachsenden Anforderungen und über die Zeit hinzukommenden Anwendungsfällen des Unternehmens Schritt zu halten – beginnend mit den anfänglichen Modellierungsaufgaben über die Analyse der operativen Prozesse bis hin zum Management des Unternehmens als Ganzes (Enterprise Management System).

 

Sie wollen mehr erfahren?

Nehmen Sie am Webinar teil, um zu erfahren, welche Best Practices Sie bei der Optimierung Ihrer Geschäftsabläufe kennen sollten. Als praktisches Beispiel dient das Unternehmen Tesco, das Kosten senken und die Profitabilität steigern konnte.

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Microservices: Wieso Sie auf Ihre Kritiker hören sollten

Microservices: Wieso Sie auf Ihre Kritiker hören sollten

Die Debatte darüber, ob Microservices monolithischen Architekturen überlegen sind, scheint schon lange entschieden. Die Kurzfassung: Microservices machen Unternehmen agiler, sicherer und vernetzter. Entwicklerteams auf der ganzen Welt haben deswegen unermüdlich daran gearbeitet die Monolithen in Rente zu schicken und durch neue, elegante Microservices zu ersetzen. Unternehmen, die diesem Drehbuch folgen, wird eine glorreiche Zukunft versprochen. Doch was ist dran an diesen Versprechen?

Keine Frage, Microservices haben in vielen Projekten bewiesen, dass sie eine agile Skalierung und die Echtzeit-Optimierung von Geschäftsmodellen erlauben. Microservices sind schnell im produktiven Einsatz und können wiederverwendet werden. Ihre Entwicklungsabteilung wird schneller und kann öfter Updates bereitstellen. Developer schwören zudem auf den modularen Aufbau, einen geringeren Testaufwand und die Möglichkeit, Arbeit auf unabhängige Teams aufzuteilen.

Während Microservices unbestritten eine ganze Reihe an Vorteilen bieten, können sie jedoch außer Kontrolle geraten und ein Chaos verursachen, das sich nur schwer beseitigen lässt. Wenn Sie in Ihrem Digitalisierungsprojekt aktuell über eine Microservice-basierte Architektur nachdenken, sollten Sie die kritischen Punkte daher vor dem Projekt durchspielen. Was meine ich konkret damit?

Sind Microservices wirklich die beste Lösung für mein Unternehmen?

Versetzen Sie sich in die Lage der Kritiker und prüfen Sie deren Argumente. Wie würde dieses Vorgehen aussehen? Ein gängiger Vorteil zielt beispielsweise auf die Innovationskraft von Microservices und könnte so umrissen werden:

„Microservices helfen uns, blitzschnell auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren.“

Doch gleichzeitig gelten Microservice-Architekturen als komplex. Kritiker könnten deswegen einwenden:

„Wir können durch Microservices zwar vielleicht agiler werden. Wenn wir sie aber einfach nur zusammenschustern, entsteht wahrscheinlich ein Riesenchaos.“

Dahinter steht folgendes:

Microservices können die App-Entwicklung tatsächlich agiler machen, aber das Management kann kompliziert sein. Sie laufen Gefahr, Lösungen im Stil des verpönten Spaghetti-Codes der frühen 2000er Jahre zu entwickeln. Das bringt Probleme mit sich:

  • Funktioniert eine App nicht, fragen Sie sich, wo Sie mit der Fehlersuche beginnen sollen
  • Sie riskieren lange Ausfallzeiten
  • Wenn eine App geändert werden muss, wissen Sie womöglich nicht, wo Sie anfangen sollen

Die Lösung: Verwalten Sie Ihre Microservices wie Anwendungen

Verhindern Sie das Chaos und setzen auf eine Plattform, die als Schaltzentrale für Ihre Microservices dient und den Microservices Anwendungskontext gibt. Damit wissen Sie:

  • Was die Aufgabe des Service ist
  • Wie der Microservice genutzt wird
  • Wo es Probleme mit dem Microservice gibt
  • Wie sich der Microservice verhält

Die Folge: Sie steuern Ihre Services exakt und transparent, ähnlich wie eine API. Nur wenn Ihnen das gelingt und Sie die vollständige Kontrolle über Ihre Microservices haben, sind Sie in der Lage, auf alle Marktanforderungen schnell zu reagieren.

Dies ist nur eine der Lektionen, die Sie von Ihren Kritikern lernen können. Nur wer die kritischen Punkte kennt, kann zeitraubende Störungen im Projekt vermeiden. Weitere wichtige Argumente, die Sie prüfen sollten, finden Sie in unserem Leitfaden für Pessimisten.

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IoT & Kreislaufwirtschaft

IoT & Kreislaufwirtschaft

Das Internet of Things (IoT) spielt eine wichtige Rolle in der Kreislaufwirtschaft. Es ermöglicht ein Wirtschaften, bei dem Produkte langfristig genutzt werden, die Hersteller aber dennoch auf ihre Kosten kommen – und es verbessert das Kundenerlebnis.

Eines unserer drängendsten Probleme ist der Klimawandel. Er betrifft jedes Land, zum Klimaschutz müssen alle einen Beitrag leisten. Es gibt immer mehr Überlegungen, wie eine Kreislaufwirtschaft entwickelt werden kann, denn die Massenproduktion und Wegwerfprodukte der linearen Wirtschaft sind nicht nachhaltig. In einer Kreislaufwirtschaft, wie sie die Ellen-MacArthur-Stiftung beschreibt, werden Produkte so entwickelt, dass möglichst wenig Abfall und Umweltbelastungen entstehen, Produkte und Materialien sind langlebig, natürliche Ressourcen werden regeneriert. Man will weg von der Wegwerfmentalität des linearen Wirtschaftsmodells.

Denken wir an die sogenannte weiße Ware: Kühl- oder Gefriergeräte, Waschmaschinen usw. Bei ihrer Herstellung wird viel Energie und Material verbraucht. Häufig lassen sich die die einzelnen Komponenten eines Kühlschranks nicht einfach reparieren oder austauschen, und das komplette Geräte wandert auf den Müll, wenn auch nur eine Komponente defekt ist. Ein neues Gerät muss angeschafft werden. Ließe sich das defekte Teil reparieren, könnten wir uns einen Neukauf und alles, was damit an Aufwand verbunden ist, sparen. Wir würden dem Hersteller treu bleiben, anstatt uns einen anderen zu suchen. Ein Kühlschrank, der auf eine lange Lebensdauer ausgelegt ist – das ist Kreislaufwirtschaft.

Was hat das mit dem IoT zu tun?

Die produzierende Industrie setzt seit einiger Zeit schon Sensoren und Geräte im Rahmen von IoT-Projekten ein, um die Effizienz zu steigern und Fehler zu erkennen bzw. zu verhindern, dass sie überhaupt auftreten. Auch für die Fernwartung werden solche Geräte und Sensoren eingesetzt. Fernwartung wird zum Standard, da Hersteller damit das Kundenerlebnis und die Markentreue verbessern können.

Im Maschinenbau werden beispielsweise Sensoren in die Maschinen eingebaut, die Druckveränderungen, den Stand von Flüssigkeiten usw. erkennen. Die Hersteller können so einen besseren Service bieten und ihre Kunden informieren, bevor ein Problem auftritt. Sie erkennen etwa, wenn Maschinen nicht richtig bedient oder nicht häufiger genug gereinigt wird. Dies alles hilft, die Lebensdauer der Maschinen zu verlängern.

Da sich immer mehr Unternehmen zu Nachhaltigkeit bekennen, werden die Anwendungsfälle für diese Technik auch unvermeidlich auch in anderen Brachen Einzug halten, beispielsweise im Einzelhandels- und Verbrauchsgütersektor. IoT-Plattformen werden die Daten der Sensoren in allen möglichen Produkten erfassen, und die Analyse dieser Daten wird Unternehmen helfen zu verstehen:

  • Wie sie Produkte so entwickeln und produzieren, dass sie ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen, und wie sie im Produktionsprozess nachhaltigere Materialien einsetzen können.
  • Wie sie die Herkunft ihrer Materialien nachverfolgen und nachhaltiger produzieren und Fälschungen verhindern.
  • Welche Sensoren die besten Daten liefern, und wo sie eingesetzt werden können, um Produkte zu entwickeln, die wiederverwendbar und reparierbar sind.
  • Wie sie beim Herstellungsprozess den Verbrauch von Wasser und anderen Materialien reduzieren.
  • Wie sie Fehler erkennen bzw. verhindern, indem sie den Kunden benachrichtigen, dass es ein Problem gibt und sie ihm deshalb ein Ersatzteil oder eine Technikerin schicken.
  • Wie sie zukünftig mithilfe von VR-Videobrillen ein virtuelles Video über ein Produkt legen können oder zumindest ein Experte ein Problem mithilfe von Analysewerkzeugen und den entsprechenden Daten aus der Ferne untersuchen und den Ingenieur vor Ort beraten kann.
  • Wie sie das Ende der Lebensdauer eines Produktes feststellen, es zurückrufen und einer angemessenen Wiederverwendung zuführen.

Auf dem Weg in die Kreislaufwirtschaft

Frans van Houten, CEO von Philips, sagt: „Wenn unsere Welt nachhaltig werden soll, brauchen wir eine Kreislaufwirtschaft anstatt einer linearen Wirtschaft …”

Der Umstieg auf diese neue Form der Verarbeitung und Herstellung ist ein iterativer Prozess, er lässt sich nicht von heute auf morgen bewerkstelligen. Aber viele Pioniere sind schon auf dem Weg der Veränderung.

  • kauft gebrauchte Möbel zurück und verkauft sie weiter.
  • John Lewis hat ein Rückkaufsprogramm für Kleidung gestartet. Durch den Rückkauf steigt der Wert der Produkte, die Kunden verschwenden kein Geld.
  • Unilever hat sich verpflichtet, bei allen Produkten Plastikverpackungen zu reduzieren und dies schon beim Produktdesign zu berücksichtigen, außerdem will man mehr recyceltes Plastik verwendet werden.
  • Das von Bosch zielt darauf ab, Wiederverwendung in allen Phasen des Produktionszyklus einzuplanen. Das Unternehmen bietet ein Leasing-Modell für seine Geräte an; manchen Kunden wird das gefallen, andere werden sich weiter für einen Kauf entscheiden. Wahrscheinlich werden noch weitere Modelle entstehen und gemeinsam mit den Kunden getestet werden.
  • Stanley Black & Decker hat im Rahmen des Projektes Stanley Earth ein Paradebeispiel für „IoT for Good“ geschaffen. Seine NADI Smart Solar Pump wird in Indien zur Bewässerung von Feldern eingesetzt. Bauern, die konventionelle Pumpen nutzen, brauchen einen Stromanschluss oder betreiben die Pumpen mit Diesel. Um die Pumpen umzustellen müssen sie aufs Feld fahren. „Aber Dieselpumpen stoßen Tonnen an Kohlendioxid aus“, heißt es in einem Video von Stanley Black & Decker. Deshalb ist es wichtig, diese ineffizienten Pumpen durch Solarpumpen zu ersetzen, die aus der Ferne überwacht und gesteuert werden können. Die NADI Smart Solar Pump benötigt keinen Stromanschluss und keine fossilen Kraftstoffe. Die Bauern verbrauchen auch keinen Diesel, um auf ihre Felder zu fahren, denn sie können die Pumpe über ihr Smartphone von zu Hause aus steuern. Auch IoT-Analytics und Grafiken werden auf ihrem Smartphone angezeigt. Die Analyse-Tools erfassen Sensordaten für Remote Monitoring, Predictive Maintenance und Trendanalysen. Sie stellen die Beregnungszeiten und die Wassermenge ein und minimieren damit den Wasserverbrauch. Auch die Wasserqualität kann über Sensoren geprüft werden, um Kontaminationen zu erkennen.

Die Kreislaufwirtschaft nimmt Fahrt auf. Sie wird es möglich machen, Menschen mit Waren und Dienstleistungen zu versorgen, ohne unsere Umwelt zu schädigen. Das IoT spielt eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung von Verbindungen im Design- und Herstellungsprozess. Es stellt den Kontakt her zwischen uns und unserem Zuhause, mit dem Techniker, der unsere Produkte repariert, mit dem Hersteller, der uns sagt, wann eine Reparatur erforderlich ist und mit dem Händler, der uns, wenn nötig, ein Update oder ein neues Produkt verkauft.

Für die Unternehmen, die das Modell der linearen Wirtschaft mit seinen vielen Umweltschäden durch ein revolutionäres, neues Modell ersetzen wollen, ist das IoT ein Wegbereiter. Es hilft ihnen, Material und Produkte umweltschonend zu beschaffen, herzustellen, zu warten und wiederzuverwenden, aber dennoch wirtschaftlich sinnvoll zu handeln.

 

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