Tool zur Entscheidungsfindung im Transportwesen auf dem Prüfstand

Tool zur Entscheidungsfindung im Transportwesen auf dem Prüfstand

Ein LKW fährt von A nach B und kommt leer zurück. Ökonomisch und ökologisch nicht sinnvoll, versteht sich. Um das zu verhindern, ist eine akribische Planung nötig. Und die ist ohne ein intelligentes IT-System nicht zu machen.

Dies und mehr sind die Aufgaben des europäischen Forschungsprojekts LOGISTAR. Derzeit laufen im Projekt Testwochen, in denen in drei Anwendungsfällen Dienste unter realen Bedingungen getestet werden. Der Demonstrator basiert auf der Arbeit der Software AG mit ihren Anwendungen von Cumulocity IoT und webMethods sowie Universal Messaging. Das Projekt LOGISTAR zielt darauf ab, eine effektive Planung von Transportvorgängen in der Lieferkette zu ermöglichen.

Ziel ist es, die verfügbaren Daten zu nutzen, um sie zu verarbeiten und Dienste bereitzustellen, die durch intelligente Algorithmen wie das Erlernen von Vorhersagen oder die Optimierung von Präferenzen implementiert werden. Drei Living Labs bilden die Anwendungsfälle. Der erste ist die Optimierung der Abläufe im Lager durch die präzise Vorhersage der Ankunftszeit, die Erkennung von Zwischenfällen und die effiziente Re-Optimierung. Dadurch wird die Ressourcennutzung im Lager verbessert und die Wartezeit für Abläufe verkürzt.

Die zweite Dienstleistung besteht in der Verbesserung des Routings der Ladungen in verschiedenen Transportmitteln, wie LKW, Zug und Schiff. Auf diese Weise werden die Kosten für logistische Prozesse gesenkt und die Nutzung der Infrastruktur optimiert. Der dritte Dienst schließlich konzentriert sich auf die horizontale kollaborative Planung von Ressourcen, um Kosten zu teilen und Emissionen zu reduzieren. Auf diese Weise wird die Anzahl der Leerkilometer von Lastwagen reduziert.

Die LOGISTAR-Anwendungen werden in allen Living Labs gründlich getestet. Die Partner befinden sich derzeit in den Testwochen. In der ersten Woche ging es um Living Lab 1.

Lkw nicht leer zurückschicken

Wie läuft so eine Testwoche ab? Der Partner Ahlers aus Belgien hat den Test bis ins letzte Detail geplant und wird die Testwochen auch mit Dokumentation und Auswertung begleiten. Jeden Morgen um 9 Uhr treffen sich alle Partner, um den Ablauf des Tages zu koordinieren, und jeden Nachmittag um 16 Uhr werden die Ergebnisse besprochen. Im Mittelpunkt der Tests stehen die Anwendungspartner Nestlé und Pladis, die täglich Tausende von LKWs fahren müssen. Beide haben ein besonderes Interesse an der Fortsetzung früherer Forschungsaktivitäten, nachdem sie seit 2007 die zurückgelegte Strecke der leeren Fahrzeuge um 270.000 Kilometer pro Jahr reduziert haben. Derzeit fehlt es an einer globalen Sicht auf die Abläufe, was dazu führen kann, dass Gelegenheiten der Zusammenarbeit verpasst werden. In diesem Testfall soll gezeigt werden, wie die Informationen, die das in LOGISTAR entwickelte Entscheidungsfindungs-Tool liefert, das Backhauling-Management verbessern können, d. h. die Praxis, die Lastwagen nicht leer zurückzuschicken, sondern sie einen Teil der Ladung zur ursprünglichen Quelle zurückbringen zu lassen.

Das Team der Software AG hat die Basis für den Demonstrator entwickelt. Er ist teilweise in einer webMethods-Anwendung implementiert, die für die grundlegende Kommunikation im gesamten System sorgt. Die Software AG ist auch mit Universal Messaging und Apama beteiligt. Universal Messaging wird eingesetzt, um die Basiskommunikation im gesamten System sicherzustellen. Das bedeutet, dass alle Komponenten – sichtbare und unsichtbare – über Universal Messaging miteinander kommunizieren. Das macht sie aber nicht voneinander abhängig, sondern entkoppelt sie.

Projektmanager Christian Gengenbach von der Software AG erklärt das System so:

„Das ist im Projekt sehr hilfreich, weil sieben technische Partner unabhängig voneinander komplexe Komponenten entwickeln, die in den letzten Wochen so langsam zusammengefügt wurden. Universal Messaging sorgt dafür, dass das ganze System nicht automatisch zusammenbricht, wenn eine Verbindung nicht funktioniert.“

Apama, eine der IoT Analytics-Komponenten der Software AG, kümmert sich um die Ereignisverarbeitung. Verkehrsstaus oder Wetterprobleme müssen an die entsprechenden Komponenten weitergeleitet werden.

Planung und Überwachung gemeinsamer Fahrten

Der Demonstrator konzentriert sich auf zwei Webanwendungen: Planer und Echtzeitüberwachung. Der Planer-Bildschirm unterstützt die Anwender bei der optimalen Nutzung ihrer Logistikressourcen. Das LOGISTAR Living Lab 1 für Co-Loading und Backhauling bietet optimierte Fahrten für kollaborative Transporte an und unterstützt den Prozess der Entscheidung, ob der Vorschlag von den beteiligten Akteuren angenommen oder abgelehnt werden soll. LOGISTAR kalkuliert die Vorschläge im Hintergrund und ermöglicht die parallele Nutzung des Tools für die Beteiligten mit sofortiger Wirkung im System.

Was bedeutet das konkret? Der erste Schritt ist die Auswahl des Tages, an dem die Fahrten geplant werden sollen: Die Liste der passenden Fahrten wird automatisch aktualisiert. Statussymbole zeigen den Fortschritt der Entscheidung an: Ausstehend, Angenommen, Abgelehnt. Am Ende können die Fahrten, die von allen akzeptiert werden, stattfinden.

Mit dem Modul Real-Time Monitoring arbeitet ein Disponent, wenn der Lkw bereits auf der Straße ist. Die Komponente unterstützt die Disponenten bei der Überwachung der Fahrten, der Anpassung der Disposition und des Plans, wenn es zu Störfällen kommt. Die Informationen werden auf einer Karte dargestellt, um den Partnern einen detaillierten Überblick über die Positionierung der Gebäude, die Auftragsrouten und andere nützliche Informationen für die Fahrzeugüberwachung zu geben.

Die Sichtweise der Logistikexperten verstehen

Die Anwendungspartner Nestlé und Pladis waren die Haupttester. Aber auch die technischen Partner hatten nun die Möglichkeit, das gesamte System als Anwender kennen zu lernen. Schließlich hatten sie ja nur einzelne Module entwickelt.

Alle Tester achteten besonders auf die Zugänglichkeit, die Leistungsfähigkeit und die Datenkonsistenz. Zu Beginn der Testwoche lag der Schwerpunkt auf den Zugangsfragen: Funktioniert die Anmeldung? Können die Benutzer von verschiedenen Geräten aus auf das System zugreifen? Dann ging es um die Grundlagen: Wie geht das System damit um, wenn der Benutzer eine Reise annimmt oder ablehnt?

Das Fazit, das die Partner nach einer Woche Testphase zogen, ist durchweg positiv: Die Entwickler der Anwendung haben die Sichtweise der Logistikexperten kennengelernt. Deren Tagesablauf ist ganz anders, als es ein Laie erwarten würde. Das hat den technischen Partnern geholfen.

Auch unter der Woche konnten Anmerkungen direkt umgesetzt werden. Einige Änderungen werden aber auch langfristig umgesetzt werden müssen.

In der Zwischenzeit gehen die Testwochen weiter. Der Aufwand dürfte sich lohnen. Immerhin hat sich das Projekt ehrgeizige Ziele gesetzt (siehe Infokasten rechts).

Die 5 wichtigsten Vorteile von LOGISTAR

  • Optimierungstechniken erhöhen den Auslastungsfaktor der Frachtfahrzeuge um 10%
  • Lieferwege werden um 10 % durch Synchromodalität (intelligente Nutzung verschiedener Verkehrsträger wie Schiene, Binnenschifffahrt oder Straße auf einer Route) verkürzt.
  • Zuverlässigkeit und Effizienz der Dienste werden erhöht: Vorhersage von Ereignissen und Zwischenfällen.
  • Das Management von logistischen Abläufen wird vereinfacht: Bereitstellung von Dashboards und Anzeige von Warnungen oder Empfehlungen.
  • Die Sichtbarkeit der Lieferung durch den Einsatz von Sensoren zur Überwachung der beförderten Güter und Förderung des Datenaustauschs wird verbessert.

Partner des Projekts

  • Agencia Estatal Consejo Superior de Investigaciones Científicas, M.P.
  • Ahlers Belgium NV
  • Chep Espana SA
  • Codognotto Italia SPA.
  • Consorzio Zailog, Interporto of Verona
  • DBH Logistics IT AG
  • Drustvo za Konsalting, Razvoj i Implementaciju Informacionih i Komunikacionih Tehnologija Dunavnet DOO
  • Genegis GI SRL
  • MDS Transmodal LTD.
  • Nestle UK LTD.
  • Pladis MDC Global (former United Biscuits)
  • Preston Solutions LTD.
  • Semantic Web Company GMBH
  • Universidad de la Iglesia de Deusto Entidad Religiosa
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Lemminge und die Cloud

Lemminge und die Cloud

Sie wollten die Cloud bisher weitgehend vermeiden? Jetzt müssen Sie sich damit befassen, weil eine Anwendung, die Sie seit Jahren verwenden, zukünftig nur noch als Subscription & Cloud Service angeboten wird? Aktuell recherchieren Sie, was das für Sie bedeutet? Dann ist dieser Blog Posts genau richtig für Sie.

Alles klar, alles Cloud?

Mehr als 80% der Nutzer (Stand: 2021) verwenden oder planen die Verwendung von Office- und Collaboration-Anwendungen (etwa Office 365) aus der Cloud. Zwischen 70% und 80% sind es bei ERP- und CRM-Anwendungen. Viele Software-Unternehmen haben mittlerweile eine Cloud-First, manche sogar eine Cloud-Only Strategie (Details & Statistiken siehe KPMG Cloud Monitor 2021).

Mich persönlich nervt, dass mir statt der Office Lizenz, mit der ich 3 Jahrzehnte gut gefahren bin, neuerdings eine Office Subscription aufgezwungen wird. Da ich allerdings als Studentin in der System-Administration und später in einem DevOps Team gearbeitet habe (inkl. 24/7 Rufbereitschaft!), weiß ich einige der Vorteile durchaus zu schätzen, die gerade auch Firmenkunden daraus ziehen:

  • Weniger Ärger mit der eigenen Hardware und geringe bzw. keine Hardware-Kosten.
  • Weniger Ärger mit Software-Updates/Maintenance/Betrieb und geringe bzw. keine Kosten für die System-Administration.
  • Bezahlt wird, was verbraucht wird. Je nach Preismodell kann ich auch jederzeit kündigen (zumindest theoretisch, die praktischen Konsequenzen sind ein anderes Thema).

Bei all der Bequemlichkeit gestehe ich allerdings, dass ich mich ein bisschen entmündigt fühle. Weil’s alle machen, muss ich auch? Und kann ich alle Konsequenzen einschätzen? Unklar! Also empfehle ich, es so zu halten, wie bei jedem Ausflug:

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung (für die Nerds unter uns, sage ich nur Lemmings).

Integration Report: Spannende Zahlen & Daten zu iPaaS

Schirmchen auf und los geht‘s!

Wenn einzelne oder sogar eine Reihe von Anwendungen zukünftig in der Cloud laufen, dann müssen diese mit den übrigen, lokalen Anwendungen und Daten neu integriert werden.

Meine persönliche Erfahrung damit, sieht so aus: „Hey, Irene, wir haben diese interessanten Qualitätsdaten von OEM xyz in einem Data Lake, der auf der Google Cloud Platform läuft. Können wir das nicht mit den Daten in den Datenbanken unserer verschiedenen Qualitätsteams zusammenführen und den Daten unseres Partners, die in seinem Data Lake auf Amazon Web Services liegen?“

Wenn Sie das jetzt verstanden haben, sind Sie wirklich smart! Ganz ehrlich habe ich damals nicht durchblickt, was womit und wie zusammengeführt werden soll. Deswegen habe ich viele, wirklich viele Gespräche geführt und viele, wirklich viele widersprüchliche Aussagen bekommen. Heute finde ich, dass es beispielsweise unser Kunde travelbasys GmbH viel smarter gemacht hat als ich damals. Peter Tenbusch, der CEO von travelbasys sagt: „ […] wir nutzen Lösungen wie das webMethods API Gateway von Software AG, um den Überblick über unsere hochkomplexe Datenlandschaft zu behalten.”

Mehr zu Herausforderungen und Lösungsweg von travelbasys

Cloud-Tipp 1: API-Management-System für den Überblick

Mein persönlicher Schirmchen-Favorit Nr. 1 ist daher heute ein API-Management-System, mit dem man den Überblick behält. API-Management ist allerdings ein großes Thema:

Anwenderbericht: Vorteile und Lösungsweg unseres Kunden Restek

Wenn man eine Vorstellung der Service-& Daten-Landschaft hat, kann’s mit der Integration losgehen – aber bloß nicht Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen den verschiedenen Systemen bauen! Denn das ist, wie es unser Kunde Nathan Gerst von Restek so treffend formuliert, ein Albtraum (und nebenbei bemerkt ggf. sehr teuer!). Die Lösung ist eine Integrationsplattform (auch bekannt als iPaaS), denn damit wird aus den VIELEN 1:1-Verbindungen EINE 1:n-Verbindung.

Cloud-Tipp 2: Skalierbares iPaaS ohne Risiko

Mein persönlicher Schirmchen-Favorit Nr. 2 ist daher eine iPaaS, die ich schnell, einfach und ohne Investition ausprobieren und mit der ich nach Bedarf, also meinem Business entsprechend (!), wachsen kann.

Cloud-Tipp 3: In Thematik vertiefen

Was, nur zwei Empfehlung beim Thema Cloud? Das geht nun wirklich nicht! Hier kommt Schirmchen-Favorit Nr. 3: Machen Sie sich selbst die Hände schmutzig. Alle erfolgreichen Projekte haben meiner Erfahrung nach eines gemeinsam, nämlich Manager & technische Experten, die nicht auf der Bullshit-Bingo-Ebene bleiben und sich richtig in die Sache vertiefen. Nur so erkennen sie Probleme schnell und suchen gemeinsam mit ihrem Team konsequent nach pragmatischen Lösungen.

 

Wenn auch Sie die Bullshit-Bingo-Ebene verlassen wollen, dann melden Sie sich gerne bei mir und vereinbaren einen Termin mit uns.

 

 

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IoT-Plattform: 7 Features, die sich Ihre Anwender wünschen

IoT-Plattform: 7 Features, die sich Ihre Anwender wünschen

Im Internet der Dinge möchten die Anwender in typischen Unternehmen eine Plattform, die jeden Schritt ihres IoT-Entwicklungslebenszyklus unterstützt.

Es scheint so, als ob eine solche Plattform die größten Vorteile bietet. Laut einer von der Software AG bei Forrester Consulting in Auftrag gegebenen Studie über den Total Economic Impact™ der Cumulocity IoT-Plattform haben Käufer, die eine IoT-Plattform suchten, ganz bestimmte Anforderungen im Kopf – sieben, um genau zu sein. Der auf Kundeninterviews basierende Bericht zeigt, dass es sieben Dinge gibt, die IoT-Anwender von Plattformen erwarten:

  1. Niedrige technische Einstiegshürden

Die Befragten gaben an, dass ihre Unternehmen eine Plattform wünschen, die technisch anspruchsvoll, aber einfach zu implementieren ist und die Möglichkeit bietet, neue Ideen zu testen und Proofs of Concept (PoCs) zu erstellen. Für smarte Geräte war die Fähigkeit, leichtgewichtige Serviceangebote für Kunden anzubieten – ohne eine dedizierte Softwareentwicklungsabteilung – eine wesentliche Anforderung.

  1. Rebranding

Vor allem Service-Provider und Hersteller von intelligenten Geräten nutzen IoT-Plattformen, um ihren Kunden eine Vielzahl von Diensten anzubieten. Die Möglichkeit, diese unter ihrem eigenen Namen zu verkaufen, ist entscheidend, um den bestehenden Markenwert optimal zu nutzen.

  1. Nutzungsbasierte Kosten

Unternehmen wünschen sich einen IoT-Plattformpartner, der mit ihnen wächst und es ihnen ermöglicht, ihr Angebot im Laufe der Zeit zu erweitern, um Kunden besser bedienen zu können. Da die Akzeptanz der Kunden von (neuen) Diensten und Produkten im Laufe der Zeit steigt, ist es wichtig, dass die Kosten mit zunehmender Nutzung skalieren.

  1. Einfaches Hinzufügen von neuen Geräten und Protokollen

Die Befragten wünschen sich eine Plattform, die es ihnen leicht macht, neue Hardwaretypen ohne großen Aufwand hinzuzufügen. Dies ist besonders wichtig für Unternehmen, die häufig neue Geräte im Rahmen von professionellen Dienstleistungen für ihre Kunden integrieren.

„Wir verzeichnen starke Hardware-Umsätze, weil wir in der Lage sind, mit unseren Kunden Gespräche über digitale Möglichkeiten zu führen“, sagte der CEO eines Herstellers von Industrieautomation im Interview.

  1. Skalierbarkeit & Multitenancy

Die Befragten möchten eine Plattform, die mehrere Projekte und Programme unterstützen kann. Für IoT-Dienstleister war die Fähigkeit, Hunderte oder Tausende von Einzelkunden zu unterstützen, Multitenancy eine besonders wichtige Anforderung. In einem Smart-City-Projekt war beispielsweise eine mandantenfähige Architektur erforderlich, da jede Behörde an der Entwicklung fokussierter Lösungen arbeitet, die alle unter einem übergeordneten Mandanten stehen.

  1. Portabilität und Flexibilität

Die Befragten gaben an, dass sie sich eine Plattform wünschen, die eine Reihe von Geräten in verteilten Umgebungen unterstützen kann. Die Benutzer wünschen sich eine Reihe von Optionen für das Deployment – einschließlich einer Container-basierten Architektur, in Cloud-Umgebungen, in Rechenzentren und/oder auf einer Reihe von Edge-Hardware-Geräten.

  1. Analysen und Dashboards

Einige Unternehmen wünschen sich eine Plattform mit ausgefeilten, sofort einsatzbereiten Dashboards für die Geräteüberwachung. Andere sagten, es sei wichtig, dass die Dashboards individuell konfigurierbar sind, da sie oft spezifische Ansichten für ihre Kunden erstellen.

Eine Studie über die Einsparungen und Vorteile mit Cumulocity IoT

Erfahren Sie mehr über die Studie von Forrester Consulting zum Total Economic Impact™ von IoT.

Jetzt kostenlos lesen

 

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Autonomes Fahren: Mit IoT-Analytics auf Sicht fahren

Autonomes Fahren: Mit IoT-Analytics auf Sicht fahren

Der Deutsche Bundestag hat kürzlich ein Gesetz verabschiedet, das den Einsatz von selbstfahrenden Autos erlaubt. Autonome Fahrzeuge bieten große Chancen und stellen uns gleichzeitig vor viele Herausforderungen.

So verlangt das Zukunftsthema nach einer intelligenten und sicheren Verkehrsinfrastruktur. Denn ein Signalabriss kann sicherheitskritische Auswirkungen haben. Wie die Software AG mit IoT Analytics, insbesondere mit Mashzone NextGen, Apama sowie Webtechniken und Container-Technologien dazu die entsprechenden Daten zusammengeführt, aufbereitet, analysiert und visualisiert haben, zeigt das Forschungsprojekt Cartox2.

Serviceplattform Cartox2 ebnet den Weg für das autonome urbane Fahren

Das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderte Projekt Cartox2 ist kürzlich abgeschlossen worden. Sechs Partner, unter ihnen auch die Software AG, haben eine Plattform für Basisdienste entwickelt. Sie erfasst und verarbeitet Informationen über die Car-to-Car-Konnektivität (C2C), die Netzabdeckung für die Car-to-X-Kommunikation (C2X) sowie das Datenrouting zu und zwischen Edge-Clouds, den Zugangspunkten der Cloud-Umgebung. Cartox2 trägt hybride Kommunikations- und Positionierungsdaten mit weiteren Geodaten auf einer Big Data-Plattform zusammen. Es reichert statische mit Echtzeitinformationen an, um mit Algorithmen zur Datenanalyse neuartige Dienste und Geschäftsmodelle zu kreieren. Die Rolle der Software AG bestand darin, Daten zu integrieren, aufzubereiten, zu analysieren und zu visualisieren. Dem Team um Projektmanager Andre Litochevski ist dabei ein spannender modularer Prototyp mithilfe von MashZone NextGen, Apama, Webtechnologie Angular sowie Containervirtualisierung mit Docker und NginX-Sicherheit gelungen.

Signalstärke visualisieren

Worum geht es? Für autonomes Fahren ist ausreichende Signalstärke notwendig. Denn wo kein Mensch am Steuer sitzt, müssen Systeme miteinander kommunizieren und Signale wahrnehmen. Beispielsweise kann ein Auto ein anderes warnen, wenn in zwei Kilometer Entfernung ein Unfall passiert ist. Aber kann dieses Warnsystem auch überall funktionieren? Mithilfe von Mashzone NextGen bieten wir hier einen interessanten Service für die Visualisierung an. Die Daten im Raum Dresden sind dazu zuvor von einem Projektpartner vermessen worden. Die Software AG hat diese Daten abgegriffen, mit APAMA analysiert und sie mit Mashzone NextGen visualisiert zur Verfügung gestellt. Der Nutzer meldet sich über einen Browser an und klickt auf Orte auf einer Straßenkarte oder trägt die Koordinaten ein.  Sofort erfährt er, ob die Signalstärke dort hoch genug, autonomes Fahren also möglich ist.

Aber der Prototyp kann noch viel mehr, beispielsweise mit dem Feature RSSI (Received Signal Strength Indicator) Routing: Mashzone NextGen rechnet für Dresden Routen mit der besten Signalstärke aus. Es wird dargestellt, wie die sogenannte Line-of-Sights-Propagation, also die geradlinige Ausbreitung der Signale zum Empfänger, ist. Denn der Anwender will auch bei unübersichtlichen Kreuzungen „sehen“, wo es Hindernisse für ein gute Signalstärke gibt.

Der Prototyp visualisiert aber auch die Zugriffe auf Edge Clouds. Dort, wo Autos nicht direkt miteinander kommunizieren können, fragen sie Infos aus Edge Clouds ab, die zuvor andere Autosysteme dorthin gemeldet haben. Das funktioniert über RSUs Road Side Unites (RSUs), am Straßenrand installierte Hardware, die Mashzone NextGen über genaue Koordinaten anzeigt.

Unfallrisiken abschätzen

Cartox2 kann auch Unfallschwerpunkte identifizieren. Sie entstehen bei mangelnder Funkabdeckung vor allem für hochautomatisierte Fahrzeuge.

Und mehr noch: Mit einem Klick auf einen Unfallort erhält der Anwender Informationen darüber, wer wann unter welchen Bedingungen und mit welchem Fahrzeug einen Unfall verursacht hat. Die Cartox²-Serviceplattform versetzt Unfallforscher in die Lage, bereits bekannte Unfallschwerpunkte nach neuen Kriterien zu bewerten und Risiken abzuschätzen. Außerdem soll es zukünftig möglich werden, bisher unbekannte Unfallschwerpunkte, die mit den kommenden Fahrzeuggenerationen entstehen, zu prognostizieren.

Fit für das urbanes, autonomes Fahren

Die Vorteile einer solchen Visualisierung und die potenziellen Benutzertypen liegen auf der Hand: Entscheider in Kommunen können mit Cartox2 ihre Stadt fit für das autonome Fahren machen. Signalstärken lassen sich erfassen und optimieren. Der Verkehr kann bei schwacher Signalstärke, bei Unfällen oder hohem Verkehrsaufkommen schneller umgeleitet werden. Unfälle lassen sich durch die gesammelten und visualisierten Daten durch gezielte Verkehrslenkung ebenso vermeiden wie ein erhöhter CO2-Ausstoß.

Auch Busunternehmer profitieren von dem System. Sie erhalten Aufschluss darüber, welche Route beim autonomen Fahren ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist und können in Absprache mit der Kommune ihre Routen planen.

Diese wertvollen Daten werden öffentlich und leicht zugänglich sein, auch für Bürgerinitiativen mit ihren lokalen Anliegen.

Die Use Cases sind vielversprechend und die Potenziale dieser Plattform längst nicht ausgeschöpft. Wir dürfen gespannt sein, welche Rolle Cartox2 mit der Mahzone NextGen-Anwendung in der Zukunft des autonomen Fahrens spielen wird.

Projektpartner

• Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI

• CETECOM GmbH, Essen

• hrd.consulting, Dresden

• MechLab Engineering UG, Dresden

• Software AG

• Technische Universität Dresden, Professur für Informationstechnik für Verkehrssysteme

Mehr zu Cartox2 erfahren:

Flyer: Alle Infos auf einen Blick

Projektseite beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

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Energiewende braucht Digitalisierung ohne Sicherheitslücken

Energiewende braucht Digitalisierung ohne Sicherheitslücken

Wie kann unser zukünftiges Energiesystem versorgungssicher, wirtschaftlich und nachhaltig aufgestellt werden?

Dieser Frage sind 31 Partner mit hunderten Beteiligten und einem Budget von 170 Millionen Euro nachgegangen. Nach vier Jahren ist nun das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt enera zu Ende gegangen. enera ist das Zusammenspiel von intelligenten Netzen, die umfassende Flexibilisierung von Energieanlagen der fünf Modellregionen und die Etablierung einer digitalen Wertschöpfungskette der Energieversorgung. Peter Altmeier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, fasst das Ergebnis zusammen:

„Die Fachleute haben gezeigt, dass intelligente Netze durch den Einsatz digitaler Technologien auch bei zeitweise bis zu 100 Prozent Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien ein stabiles und sicheres System gewährleisten können.“

Viele Konzepte und Ideen aus der digitalen Wirtschaft sind dabei für die Energiewirtschaft erschlossen worden. Die digitale Infrastruktur musste völlig neu gedacht werden. Daten sind ein entscheidender Rohstoff, wenn das Energiesystem digitalisiert wird. Rechenzenten werden zu zentralen Schnittstellen im Energiesystem der Zukunft.

In einem der 13 Arbeitspakete wurde mit der Smart Data und Service Plattform (SDSP) die zentrale Datendrehscheibe für enera aufgebaut. Sie dient als übergreifende Informations- und Datensammlung für Quell- und Zielsysteme. Es fließen Massendaten unterschiedlichster energiewirtschaftlichen Quellen ein. Sie stammen beispielsweise von Strombörsen oder virtuellen Kraftwerken – das ist ein Verbund aus vielen und zumeist kleinen Anlagen, die sich verschiedener Energiequellen bedienen können. Wetterprognosen werden ebenso erfasst wie der Netzzustand oder Verbrauchsdaten der Haushalte.

Aber ein dezentrales und digitales Energiesystem schafft Angriffspunkte. Das Stromsystem muss also jederzeit geschützt, der komplexe Datenfluss und die IT-Systeme abgesichert werden.

Security by Design mit ARIS

Es braucht digitale Technologien, die auch bei zeitweise bis zu 100 Prozent Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien ein stabiles und sicheres System gewährleisten können. Security by Design lautete die Devise, also die Erfassung und Berücksichtigung von sicherheitsrelevanten Eigenschaften von Beginn an. Und hier kommt die Stärke von ARIS ins Spiel. Da es sehr flexibel einsetzbar und erweiterbar ist, wurde im Projekt enera die Entscheidung getroffen, es mittels spezieller Erweiterungen sowohl methodisch als auch technisch zur Durchführung von Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS)-Analysen zu nutzen. Konkret ging es um die Möglichkeit, die ca. 60 erfassten Use Cases, die dokumentiert und in das Smart Grid Architektur Model übertragen wurden, zu importieren. Dieses Modell ist ein Framework für die Beschreibung von Architekturen im Smart Grid und definiert einerseits verschiedene sogenannte fachliche Zonen, andererseits aber auch die vorhandenen Domänen.

Technische Anpassungen zur ISMS Analyse wurden vorgenommen und durch die entsprechende Implementierung verfügbar gemacht, So konnte schließlich eine Strukturanalyse des Schutzbedarfs im Sinne eines ISMS durchgeführt werden.

webMethods sichert Services ab

Die modellierten Use Cases konnten dann mit einer API-Management-Lösung, bestehend aus webMethods API Portal und webMethods API Gateway, implementiert werden. Diese Lösung schützt die Zugriffe auf die Services der Smart Data und Service Plattform. Zugriffe werden nur gesichert über HTTPS zugelassen und für jede Anwendung, die einen Service nutzen möchte, wird ein individueller API-Token vergeben. Ein API-Token ist ein eindeutiges Zuordnungsmerkmal, das eine App oder eine Website nutzen kann, um die API anderer Unternehmen abzurufen. Dies erlaubt, die Zugriffe zu steuern und zu überwachen. Dazu gehört auch die Überprüfung, welche individuellen Zugriffe in welcher Frequenz stattgefunden haben. Die Zugriffsrate kann zwecks Lastverteilung limitiert werden, um die Verfügbarkeit der Plattform auch für andere Anwendungen sicherzustellen. Dieses Konzept wurde bereits im ersten Jahr des Projekts erstellt und hat sich bis zum Schluss so sehr bewährt, dass es im Laufe des Projekts auf mehr und mehr Services ausgeweitet wurde.

Sie wollen mehr über enera erfahren?

Das Projekt enera ist offiziell beendet, doch die gesammelten Erfahrungen, zahlreichen Ergebnisse und die neuen Ideen für die Zukunft der Energiewende bleiben. Laden Sie sich das enera Projektmagazin und das Projektkompendium herunter und lassen Sie die Projektjahre noch einmal Revue passieren.

Mehr erfahren

 

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IoT: Digitale Lösung für Schädlingsbekämpfer

IoT: Digitale Lösung für Schädlingsbekämpfer

Sie reisen per Flugzeug, LKW oder Schiff an, in Containern oder versteckt in Rohstoffen und kontaminieren Waren sowie Lebensmittel. Einmal am Ziel angelangt, können Insekten erhebliche Schäden verursachen.

Schon heute vernichten Schadinsekten fünf bis 20 Prozent der globalen Ernte – Tendenz steigend. Auch die Industrie sieht sich permanent mit den Gefahren eines Befalls von Insekten oder Schadnagern konfrontiert, der schnell zu Produktionsausfällen und damit erheblichen Kosten führen kann.

WAINS GmbH nutzt Cumulocity IoT für die Schädlingssuche

Doch innovative Technologie kann dazu beitragen, dem großen Krabbeln schneller als bislang auf die Schliche zu kommen und so Schlimmeres zu verhindern. Das Unternehmen WAINS GmbH hat dafür ein digitales Monitoring von Insekten entwickelt und unterstützt damit die Arbeit von Schädlingsbekämpfern. Dafür setzt das Joint-Venture von Frowein GmbH & Co. KG und der MeetNow! GmbH auf die Verbindung smarter Schädlingsfallen und dem Internet der Dinge (IoT) durch den Einsatz der Cloud-Plattform Cumulocity IoT der Software AG aus Darmstadt.

Dem großen Krabbeln auf der Spur

traptice® heißt die Lösung. Mit ihr ist es möglich, einen Schädlingsbefall frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Fallen sind dafür mit der Plattform Cumulocity IoT der Software AG verknüpft. Ob ein Insektenbefall vorliegt oder nicht, können Schädlingsbekämpfer einfach online über ein Dashboard prüfen. Routine-Kontrollen, die womöglich mit hohem Aufwand, doch ohne Fund verlaufen, gehören damit der Vergangenheit an bzw. werden einfach digital durchgeführt. Schädlingsbekämpfer und ihre Kunden können so auf einfache Weise von den Vorteilen innovativer Technologien profitieren und ihre Produkte, Anlagen sowie ihren Transport effektiver vor allen Arten von Befall schützen.

„Dank der Plattform Cumulocity IoT der Software AG haben wir die Schädlingsbekämpfung digitalisiert – und helfen unseren Kunden dabei, Maßnahmen effektiver und schneller umzusetzen und so letztendlich Kosten zu reduzieren und vor allem Ausfälle oder gar Verluste durch einen Schädlingsbefall zu vermeiden.“
(Steffen König, Managing Director der WAINS GmbH)

Für das Monitoring zeichnen zwei Kameras in regelmäßigen Abständen den aktuellen Status auf, und Anwender sehen, wenn Schädlinge sich in der Falle befinden. Sensoren erfassen zusätzlich Umgebungsvariablen, die einen Befall begünstigen könnten – dazu gehören die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit oder bei Bedarf auch weitere Faktoren. Sämtliche Informationen überträgt die traptice® -Falle an die IoT-Cloud-Plattform Cumulocity der Software AG. Über ein eigenes Dashboard erhalten WAINS-Kunden Zugriff auf die Daten ihrer Fallen und können daraus wichtige Rückschlüsse für eventuelle Maßnahmen ziehen und wenn nötig, präventiv aktiv werden.

Künstliche Intelligenz zur Identifikation von Schädlingen

Der Informationsaustausch mit den Fallen ist dabei erst der Anfang. Künstliche Intelligenz soll künftig dabei helfen zu erkennen, welche Schädlinge in die Falle gegangen sind und senden bei einem kritischen Befall direkt einen Alarm.

„traptice® zeigt, wie einfach IoT sein kann und wie schnell sich dank dem Einsatz digitaler Technologien neue Geschäftsfelder erschließen lassen. Gerade der deutsche Mittelstand hat hier enormes Potenzial, um mittels Digitalisierung weiterhin erfolgreich zu sein.“‘
(Alwin Schauer, Senior Vice President Software AG)

Je nach Bedarf können WAINS-Kunden für die Überwachung nur einige smarte Fallen nutzen oder auch mehrere Tausend. „Cumulocity IoT bot uns eine großartige Möglichkeit, unser digitales Monitoring ohne große Umwege effizient als neues Geschäftsmodell zu realisieren. Wir freuen uns, dass wir unseren Kunden dadurch innovative Lösungen zur Schädlingsbekämpfung anbieten können, die wir kontinuierlich weiterentwickeln wollen“, sagt Steffen König

Wieso IoT mit der Software AG?

Die enge Zusammenarbeit mit der Software AG half den Monitoring-Spezialisten von WAINS dabei:

  • die vorhandenen Ideen schnell umsetzen und von der Erprobung zeitnah als echtes Angebot in die Praxis überführen zu können
  • transparentes und leicht nachvollziehbares Preismodell
  • umfangreicher Support
  • Austausch mit der Cumulocity-Gemeinde

5 IoT-Praxisbeispiele für erfolgreiche digitale Innovationen

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