Das Damengambit des IoT

Das Damengambit des IoT

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe einige ältere Kinder. Meine Einladung, sich gemeinsam an den Tisch zu setzen und zu reden, funktioniert normalerweise nicht besonders gut. Etwas gemeinsam zu tun, das sie mögen, und in dem Moment des „Tuns“ zu sein, kann jedoch oft die Tür zum Reden öffnen.

Und dank der Miniserie „Das Damengambit“ spielen meine Kinder jetzt am liebsten Schach. Während ich also mit meinen Kindern Schach spielte und eine Unterhaltung führte, die ich normalerweise nicht mit ihnen führen würde, kam mir der Gedanke, dass IoT-Projekte ein bisschen wie Schachspiele sind. Im Internet der Dinge, genau wie beim Schach, muss die Eröffnungsstrategie wohlüberlegt sein, um zum Erfolg zu kommen. Wie beim Damengambit, einem Zug aus dem Schach, muss man manchmal etwas opfern, um das Spiel zu gewinnen.

Das Damengambit ist einer der ältesten Eröffnungszüge im Schach und wird immer noch häufig gespielt. Es wird Gambit genannt, weil es ein Opfer erfordert, um eine bessere Kontrolle über die Mitte des Brettes zu erlangen.

Und wie passt das zum IoT? Das Gambit liegt darin, wie Sie vorankommen. Wenn Industrieunternehmen ihre IIoT-Strategien und -Ansätze entwickeln, will der Vorstand wissen:

  • Wie schnell sollte man sich bewegen?
  • Wie lang ist das Handlungsfenster offen?
  • Haben Sie noch fünf Jahre Zeit, um auf eine neue Technologie und einen neuen Plan für die IIoT-Welt umzustellen? Zwei Jahre? Oder nur sechs Monate?

Die Paradoxien des IoT

Es gibt zwei Paradoxa, die es schwer machen, diese Fragen zu beantworten.

Erstens: das digitale Paradoxon. Während Unternehmen mit überwältigender Mehrheit sagen, dass die digitale Transformation – im Allgemeinen und IIoT im Besonderen – entscheidend für das Überleben des Unternehmens ist, sagt zumindest eine Umfrage, dass sie noch nicht stattfindet. Eine aktuelle Umfrage von Bain & Company unter 627 Führungskräften (mehr als die Hälfte davon in der Industrie) zeigt, dass die IIoT-Einführung deutlich langsamer verläuft als noch 2016 vorhergesagt.

Die Gründe werden Ihnen bekannt vorkommen:

  • Hohe Kosten für die Implementierung
  • Die Notwendigkeit erheblicher struktureller Änderungen

Die Hersteller erkennen, dass sie, um ihren lange gehegten Traum einer engeren Verbindung mit den Endverbrauchern ihrer Produkte zu verwirklichen, jeden Aspekt ihres Geschäfts verändern müssen – von Kundenbeziehungen, Produktdesign, Lieferkette, Gewinn und Verlust bis hin zu Servicemodellen. Hinzu kommt eine schwindelerregende Auswahl an Technologien, die zur Angst vor dem Scheitern führen kann.

Während also die kurzfristigen Prognosen nicht ganz so rosig sind, sind die langfristigen Erwartungen an das IIoT insgesamt immer noch hoch. Warum? Angesichts der Fortschritte in der Sensortechnologie, der 5G-Konnektivität, dem Edge Computing und der Analytik gibt es kaum Zweifel am Potenzial der Technologie, Komplexität erheblich zu reduzieren und die Effizienz bei der Einführung zu verbessern.

Das zweite ist das Sicherheitsparadoxon. Seit Jahren sind die größten Bedenken in Bezug auf das IIoT die Sicherheit und die Integration. Ursprünglich dachte man, dass diese Bedenken im Laufe der Jahre verschwinden würden, aber das Gegenteil ist der Fall. Mit zunehmender technologischer Reife der Unternehmen nehmen die Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Integration sogar zu – die Herausforderungen wachsen also weiter.

Kommen wir zurück zu unserem Damengambit: Um ein Paradoxon zu lösen und Fuß zu fassen, muss ein Opfer gebracht werden. Aber welches Gambit soll man spielen? Welches Opfer soll man bringen?

IoT-Produzent oder Konsument?

Um das herauszufinden, müssen Sie sich die folgende Frage stellen:

„Bin ich ein Produzent oder ein Konsument eines ‚Dinges‘?“

Warum eigentlich?

Produzenten sehen die Welt durch die Linse ihres Produkts. Als Produzent müssen Sie sich um die Qualität Ihres smarten Produkts, seine Relevanz, Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit sowie um das Benutzererlebnis im Allgemeinen kümmern. Kurz gesagt, Ihre Eröffnungsstrategie sollte sich auf die direkten Fähigkeiten des Dings konzentrieren. Gerätekonnektivität und -management, einschließlich Sicherheit, sollten im Mittelpunkt Ihrer Eröffnungsstrategie stehen.

Das Opfer? Zu Beginn Ihres Projekts verpassen Sie möglicherweise andere Möglichkeiten, die eine starke Integrationsstrategie bieten kann. Sobald das Gerät Daten liefert, können Sie sich um die Verwaltung der Daten in all ihren Aspekten kümmern – und diese Daten nutzen, indem Sie Lösungen und Integrationen für Ihr Produkt bereitstellen.

Für Konsumenten hingegen ist der Nutzen der Dinge nur indirekt relevant. Die Verbraucher interessieren sich für das Ergebnis von Geschäftsprozessen. Smarte Sensoren und Dinge sind dafür da, um das Ergebnis Ihres Geschäftsprozesses zu beeinflussen.

Wenn Sie beispielsweise sicherstellen wollen, dass Pakete pünktlich an die Haustür geliefert werden, könnten Sie Drittanbieter aus der Logistikbranche ins Boot holen, um die Pakete mit Trackern zu versehen. Aus Sicht des Verbrauchers liegt der Fokus also darauf, eine Strategie zu entwickeln, die zuerst die IT-Seite – das Geschäftsmodell, die Unternehmensintegration und das Prozessmanagement – löst, bevor man sich mit dem Gerät selbst beschäftigt.

Schließlich müssen Sie als Verbraucher wahrscheinlich mehrere Geräte von verschiedenen Anbietern integrieren, und Sie werden zu so etwas wie einem Flottenmanager. Wenn Sie Ihren ersten Schritt falsch setzen, werden Sie Schwierigkeiten haben, die Kontrolle über all diese Geräte und die Plattformen der verschiedenen Hersteller zu behalten und diese zu orchestrieren.

Proof of Concept: Zugzwang im IIoT vermeiden

Das Gambit? Sie könnten Ihre Gerätefähigkeiten kurzfristig vernachlässigen, aber wie bei einer Schachpartie gibt es viele Wege zum Erfolg, solange Sie nicht Ihre wichtigsten Figuren opfern. Es braucht wahrscheinlich nur mehr Züge.

Was auch immer Sie tun, versuchen Sie Zugzwang zu vermeiden. Zugzwang bedeutet, einen Zug machen zu müssen, der die Qualität Ihrer Stellung verringert. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Organisation einige Ihrer Eröffnungszüge durch Proofs of Concept analysiert, wenn Sie das IoT-Spiel wirklich beginnen.

Genießen Sie das Spiel … Sie sind am Zug.

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Wird LWM2M Plug & Play für IoT möglich machen?

Wird LWM2M Plug & Play für IoT möglich machen?

Ein Protokoll namens Lightweight M2M (LMW2M®) sorgt in immer mehr Bereichen für Furore – von Versorgungsunternehmen bis hin zu intelligenten Städten – und treibt damit die Verbreitung des Internets der Dinge (IoT) voran.

Ob Sie nun Wasserleitungen im entlegenen Australien überwachen oder die Vibrationen von Ölbohrgeräten in North Dakota messen wollen, Sie müssen die Daten irgendwie dorthin bringen, wo sie analysiert werden können. Wie das geht? Beginnen Sie mit Standards!

Für den aufstrebenden IoT-Markt werden Standards langsam aber sicher unabdingbar. Im Vergleich zu anderen Standards (z. B. MQTT) wurde LWM2M so konzipiert, dass es eine Plug-and-Play-Benutzererfahrung ermöglicht: Nehmen Sie ein IoT-Gerät eines beliebigen Anbieters aus dem Lager, verbinden Sie es mit Ihrer IoT-Plattform (wie z.B. Cumulocity IoT) und nutzen Sie es sofort und ohne Softwareentwicklung.

Mit der zunehmenden IoT-Nutzung werden auch immer mehr dezentrale Sensoren und Geräte an Orten ohne Konnektivität – und solchen, die weit entfernt von Stromanschlüssen liegen – genutzt und verwaltet. LWM2M bietet eine standardisierte Möglichkeit, diese Geräte zu verwalten und Sensordaten kostengünstig in die Cloud zu senden.

In Australien zum Beispiel erstrecken sich die Pipelines der Wasserversorgung Tausende von Kilometern von Breitband- und Stromleitungen entfernt. Um sie auf Lecks und Brüche zu überwachen, müssen die Versorgungsunternehmen Sensoren mit geringem Stromverbrauch an Rohren und Pumpen installieren. Die Daten müssen dann an ein zentrales System weitergeleitet werden, wo sie analysiert werden können, um Lecks, Manipulationen und Verunreinigungen zu erkennen und zu verhindern.

Warum LWM2M?

LWM2M entwickelt sich zum Standardprotokoll für die Verwaltung von IoT-Geräten und den Austausch von IoT-Geschäftsdaten. Es ist ein offenes Protokoll der Open Mobile Alliance (OMA), das für mobile Geräte mit geringem Stromverbrauch und begrenzter Rechenleistung entwickelt wurde.

Damit Sensoren und Geräte zentral verwaltet und remote bedient werden können, definiert LWM2M eine gemeinsame Sprache für die Kommunikation zwischen Geräten und IoT-Plattformen. Dazu gehören bei LWM2M auch die Metadaten, die die tatsächlich ausgetauschten Daten beschreiben. Die IoT-Plattform benötigt diese Metadaten, um die Fähigkeiten eines bestimmten Geräts zu verstehen und die vom Gerät gesendeten Daten zu interpretieren. Mit LWM2M werden die Metadaten bequem in einem zentralen Repository in der Cloud gespeichert, wodurch IoT Plug-and-Play Realität wird.

Durch die Verwendung der Metadaten und eine effiziente Datenkodierung können die Geräte die Übertragung von Daten minimieren. Das spart Bandbreite ein, beschleunigt die Übertragung und senkt die Kommunikationskosten.

Geräte-Management mit LWM2M

Denken Sie daran, dass wir über die Verwaltung einer riesigen Anzahl von weiter entfernten, nicht gut zugänglichen Objekten sprechen. Fragen Sie sich:

  • Was passiert, wenn sich ein Gerät atypisch verhält?
  • Kann es neu gebootet werden?
  • Isoliert werden?
  • Können die Sicherheitsanmeldeinformationen ersetzt werden?
  • Was ist mit der Bereitstellung kritischer Firmware-Updates?

Diese Aspekte werden durch die Geräte-Management-Funktionalität der IoT-Plattform abgedeckt. Marktführende IoT-Plattformen wie Cumulocity IoT bieten Out-of-the-Box-Anwendungen für das Gerätemanagement, um z. B. die Software und Firmware von Geräten über webbasierte Benutzeroberflächen zu verwalten. Doch die Cloud-basierte Anwendung braucht ein Gegenstück auf der Geräteseite.

Traditionell erfordert dies eine zeitaufwändige und teure projektbasierte Entwicklung. An dieser Stelle setzt LWM2M an: LWM2M definiert alle Operationen für das Gerätemanagement genau, so dass ein LWM2M-konformes Gerät vom ersten Tag an ohne Entwicklung verwaltet werden kann.

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IoT & Kreislaufwirtschaft

IoT & Kreislaufwirtschaft

Das Internet of Things (IoT) spielt eine wichtige Rolle in der Kreislaufwirtschaft. Es ermöglicht ein Wirtschaften, bei dem Produkte langfristig genutzt werden, die Hersteller aber dennoch auf ihre Kosten kommen – und es verbessert das Kundenerlebnis.

Eines unserer drängendsten Probleme ist der Klimawandel. Er betrifft jedes Land, zum Klimaschutz müssen alle einen Beitrag leisten. Es gibt immer mehr Überlegungen, wie eine Kreislaufwirtschaft entwickelt werden kann, denn die Massenproduktion und Wegwerfprodukte der linearen Wirtschaft sind nicht nachhaltig. In einer Kreislaufwirtschaft, wie sie die Ellen-MacArthur-Stiftung beschreibt, werden Produkte so entwickelt, dass möglichst wenig Abfall und Umweltbelastungen entstehen, Produkte und Materialien sind langlebig, natürliche Ressourcen werden regeneriert. Man will weg von der Wegwerfmentalität des linearen Wirtschaftsmodells.

Denken wir an die sogenannte weiße Ware: Kühl- oder Gefriergeräte, Waschmaschinen usw. Bei ihrer Herstellung wird viel Energie und Material verbraucht. Häufig lassen sich die die einzelnen Komponenten eines Kühlschranks nicht einfach reparieren oder austauschen, und das komplette Geräte wandert auf den Müll, wenn auch nur eine Komponente defekt ist. Ein neues Gerät muss angeschafft werden. Ließe sich das defekte Teil reparieren, könnten wir uns einen Neukauf und alles, was damit an Aufwand verbunden ist, sparen. Wir würden dem Hersteller treu bleiben, anstatt uns einen anderen zu suchen. Ein Kühlschrank, der auf eine lange Lebensdauer ausgelegt ist – das ist Kreislaufwirtschaft.

Was hat das mit dem IoT zu tun?

Die produzierende Industrie setzt seit einiger Zeit schon Sensoren und Geräte im Rahmen von IoT-Projekten ein, um die Effizienz zu steigern und Fehler zu erkennen bzw. zu verhindern, dass sie überhaupt auftreten. Auch für die Fernwartung werden solche Geräte und Sensoren eingesetzt. Fernwartung wird zum Standard, da Hersteller damit das Kundenerlebnis und die Markentreue verbessern können.

Im Maschinenbau werden beispielsweise Sensoren in die Maschinen eingebaut, die Druckveränderungen, den Stand von Flüssigkeiten usw. erkennen. Die Hersteller können so einen besseren Service bieten und ihre Kunden informieren, bevor ein Problem auftritt. Sie erkennen etwa, wenn Maschinen nicht richtig bedient oder nicht häufiger genug gereinigt wird. Dies alles hilft, die Lebensdauer der Maschinen zu verlängern.

Da sich immer mehr Unternehmen zu Nachhaltigkeit bekennen, werden die Anwendungsfälle für diese Technik auch unvermeidlich auch in anderen Brachen Einzug halten, beispielsweise im Einzelhandels- und Verbrauchsgütersektor. IoT-Plattformen werden die Daten der Sensoren in allen möglichen Produkten erfassen, und die Analyse dieser Daten wird Unternehmen helfen zu verstehen:

  • Wie sie Produkte so entwickeln und produzieren, dass sie ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen, und wie sie im Produktionsprozess nachhaltigere Materialien einsetzen können.
  • Wie sie die Herkunft ihrer Materialien nachverfolgen und nachhaltiger produzieren und Fälschungen verhindern.
  • Welche Sensoren die besten Daten liefern, und wo sie eingesetzt werden können, um Produkte zu entwickeln, die wiederverwendbar und reparierbar sind.
  • Wie sie beim Herstellungsprozess den Verbrauch von Wasser und anderen Materialien reduzieren.
  • Wie sie Fehler erkennen bzw. verhindern, indem sie den Kunden benachrichtigen, dass es ein Problem gibt und sie ihm deshalb ein Ersatzteil oder eine Technikerin schicken.
  • Wie sie zukünftig mithilfe von VR-Videobrillen ein virtuelles Video über ein Produkt legen können oder zumindest ein Experte ein Problem mithilfe von Analysewerkzeugen und den entsprechenden Daten aus der Ferne untersuchen und den Ingenieur vor Ort beraten kann.
  • Wie sie das Ende der Lebensdauer eines Produktes feststellen, es zurückrufen und einer angemessenen Wiederverwendung zuführen.

Auf dem Weg in die Kreislaufwirtschaft

Frans van Houten, CEO von Philips, sagt: „Wenn unsere Welt nachhaltig werden soll, brauchen wir eine Kreislaufwirtschaft anstatt einer linearen Wirtschaft …”

Der Umstieg auf diese neue Form der Verarbeitung und Herstellung ist ein iterativer Prozess, er lässt sich nicht von heute auf morgen bewerkstelligen. Aber viele Pioniere sind schon auf dem Weg der Veränderung.

  • kauft gebrauchte Möbel zurück und verkauft sie weiter.
  • John Lewis hat ein Rückkaufsprogramm für Kleidung gestartet. Durch den Rückkauf steigt der Wert der Produkte, die Kunden verschwenden kein Geld.
  • Unilever hat sich verpflichtet, bei allen Produkten Plastikverpackungen zu reduzieren und dies schon beim Produktdesign zu berücksichtigen, außerdem will man mehr recyceltes Plastik verwendet werden.
  • Das von Bosch zielt darauf ab, Wiederverwendung in allen Phasen des Produktionszyklus einzuplanen. Das Unternehmen bietet ein Leasing-Modell für seine Geräte an; manchen Kunden wird das gefallen, andere werden sich weiter für einen Kauf entscheiden. Wahrscheinlich werden noch weitere Modelle entstehen und gemeinsam mit den Kunden getestet werden.
  • Stanley Black & Decker hat im Rahmen des Projektes Stanley Earth ein Paradebeispiel für „IoT for Good“ geschaffen. Seine NADI Smart Solar Pump wird in Indien zur Bewässerung von Feldern eingesetzt. Bauern, die konventionelle Pumpen nutzen, brauchen einen Stromanschluss oder betreiben die Pumpen mit Diesel. Um die Pumpen umzustellen müssen sie aufs Feld fahren. „Aber Dieselpumpen stoßen Tonnen an Kohlendioxid aus“, heißt es in einem Video von Stanley Black & Decker. Deshalb ist es wichtig, diese ineffizienten Pumpen durch Solarpumpen zu ersetzen, die aus der Ferne überwacht und gesteuert werden können. Die NADI Smart Solar Pump benötigt keinen Stromanschluss und keine fossilen Kraftstoffe. Die Bauern verbrauchen auch keinen Diesel, um auf ihre Felder zu fahren, denn sie können die Pumpe über ihr Smartphone von zu Hause aus steuern. Auch IoT-Analytics und Grafiken werden auf ihrem Smartphone angezeigt. Die Analyse-Tools erfassen Sensordaten für Remote Monitoring, Predictive Maintenance und Trendanalysen. Sie stellen die Beregnungszeiten und die Wassermenge ein und minimieren damit den Wasserverbrauch. Auch die Wasserqualität kann über Sensoren geprüft werden, um Kontaminationen zu erkennen.

Die Kreislaufwirtschaft nimmt Fahrt auf. Sie wird es möglich machen, Menschen mit Waren und Dienstleistungen zu versorgen, ohne unsere Umwelt zu schädigen. Das IoT spielt eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung von Verbindungen im Design- und Herstellungsprozess. Es stellt den Kontakt her zwischen uns und unserem Zuhause, mit dem Techniker, der unsere Produkte repariert, mit dem Hersteller, der uns sagt, wann eine Reparatur erforderlich ist und mit dem Händler, der uns, wenn nötig, ein Update oder ein neues Produkt verkauft.

Für die Unternehmen, die das Modell der linearen Wirtschaft mit seinen vielen Umweltschäden durch ein revolutionäres, neues Modell ersetzen wollen, ist das IoT ein Wegbereiter. Es hilft ihnen, Material und Produkte umweltschonend zu beschaffen, herzustellen, zu warten und wiederzuverwenden, aber dennoch wirtschaftlich sinnvoll zu handeln.

 

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Leistungsfähiger Kundenservice dank IoT und AR

Leistungsfähiger Kundenservice dank IoT und AR

Augmented Reality (AR) kombiniert mit dem Internet of Things (IoT) – das könnte der Weg sein, entfernte Anlagen reibungslos zu betreiben und ungeplante Unterbrechungen zu verhindern.

Wenn in der Leitung eines Wasserversorgers irgendwo ein Leck auftritt, kann es Tage dauern, bis dieses genau lokalisiert wird. Bis ein Techniker vor Ort ist, um das Leck zu reparieren, dauert es womöglich noch einmal Tage. Bis dahin gehen Millionen Liter an Wasser verloren – welch eine Verschwendung von Geld und wertvollen Ressourcen!

Es ist eine Herausforderung, Anlagen aus der Ferne im Auge zu behalten, ob es sich nun um Rohrleitungen oder Maschinen handelt. Die Wartung, Reparatur und Instandhaltung (Maintenance, Repair and Overhaul, MRO) entfernter Anlagen ist eine teure und zeitaufwändige Angelegenheit. Sie brauchen ein Serviceteam, dass sich bei der Fehlersuche oft durch einen „Kabeldschungel” kämpfen muss oder mithilfe schwerer mobiler Geräte Diagnosen durchführt.

Um MRO-Aufgaben möglichst effizient durchzuführen, müssen zwei wichtige Fragen geklärt werden:

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt für MRO-Aufgaben?

Wenn Ihre Anlagen mit Sensoren verbunden sind, die Sie über eine Device-Management-Plattform steuern, erhalten Sie kontinuierlich Informationen über den Zustand Ihrer Anlagen. Mithilfe von Streaming Analytics können Sie einfache oder komplexe Regeln anwenden und Alarme erstellen, damit Sie gewarnt werden, sobald etwas schiefläuft und wissen, ob Sie tatsächlich eingreifen müssen. Solche Alarme können in einem Helpdesk-System integriert sein oder per E-Mail oder Push-Nachrichten verschickt werden.

  1. Wie lassen sich MRO-Aufgaben am effizientesten durchführen?

Was ist die Aufgabe einer Servicetechnikerin, der ein Ticket zugewiesen wird oder die eine E-Mail oder Push-Nachricht erhält? Sie sollte das Problem mit möglichst geringem Aufwand lösen. Hier kommt AR ins Spiel. Unabhängig von ihrer Erfahrung und ihren Fähigkeiten kann die Servicetechnikerin mithilfe von AR über ein Tablet oder Smart Glasses durch die Schritte geführt werden, die nötigt sind, um Ihre Anlagen wieder in den gewünschten Zustand zu versetzen. Falls erforderlich, meldet sie anschließend die relevanten Schritte an den Helpdesk zurück.

Stellen Sie sich vor, Sie können beides tun: MRO-Aufgaben zum richtigen Zeitpunkt und effizient ausführen.

  • Sie wüssten, wann der optimale Zeitpunkt für MRO-Aufgaben ist, und könnten Ausfälle verhindern und Wartungszyklen verlängern.
  • Sie könnten von Menschen verursachte Fehler reduzieren, weil Sie weniger erfahrene Techniker durch interaktive AR-Leitfäden unterstützen, die mit Echtzeit-IoT-Informationen angereichert sind.
  • Sie könnten die Prozesse Ihrer Serviceteams und auch Ihre Produkte optimieren, indem Sie Rückmeldungen aus dem Feld sammeln und analysieren. Damit würden Sie auch einen wichtigen Schritt in Richtung eines Equipment-as-a-Service-Geschäftsmodells machen.

Studien belegen, dass Sie mit IoT und AR die First-Time-Fix-Quoten Ihrer Maschinentechniker um 20 Prozent verbessern können; und wenn sie anstatt traditioneller Dokumentation AR-gestützte Dokumentation einsetzen, können Sie die Schulungszeiten Ihrer Servicetechniker um 35 Prozent senken.

IoT trifft AR und iPaaS

Eine neue Lösung auf der Basis von Cumulocity IoT, webmethods.io und REFLEKT One bringt IoT, AR und iPaaS zusammen. Die Streaming-Analytics-Funktionen von Cumulocity IoT triggern den MRO-Job. Der REFLEKT One Viewer überlagert die Darstellung einer Anlage mit 3D-Visualisierungen aus Ihren CAD-Daten und führt Ihre Techniker Schritt für Schritt durch immersive Anleitungen.

Daneben können sich die Techniker anhand von Live-Daten aus Cumulocity IoT über den inneren Zustand einer Anlage informieren und die Auswirkungen der Arbeiten sofort abschätzen. Anomalien oder anderes Feedback können sie direkt in der Reflekt-One-Viewer-App eingeben.

Feedback und Erfahrungen lassen sich einfach speichern, sodass Sie diese wertvollen Informationen wiederverwenden können – denn webMethods.io integriert sie mit Ihrem Helpdesk-System oder jedem anderen IT-Service.

Lassen Sie uns darüber sprechen, wie Sie Ihre MRO-Prozesse mithilfe von IoT und AR verbessern können. Bitte klicken Sie auf die Schaltfläche unten.

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IoT: Die großen Chancen des Retail-Sektors

IoT: Die großen Chancen des Retail-Sektors

Der Druck steigt. In vielen Teilen des Handels tobt seit Jahren ein erbitterter Preiskampf. Der Wettbewerb verschärft sich. Mit dem globalen E-Commerce haben neue Herausforderer die Bühne betreten, zugleich haben sich Erwartungen der Kunden grundlegend geändert.

Es geht um nahtlose Einkaufserlebnisse, die keine Grenzen zwischen online und offline mehr kennen und bei denen der Omnichannel-Vertrieb das „neue Normal“ ist. Hersteller und Anbieter im Retail-Segment sind gefordert, sich neu zu positionieren. Sie müssen sich von der Konkurrenz abgrenzen und gleichzeitig die Nähe zum Kunden leben mit einer Customer Journey, die nicht beim Verkauf des jeweiligen Produktes endet. Die Digitalisierung gibt den Unternehmen dafür mit dem Internet of Things (IoT) das entscheidende Instrument an die Hand – um mit komplett vernetzten Supermärkten und Subscription-Modellen den Handel neu zu erfinden.

IoT-Filialen für den Handel der Zukunft

Mit RFID-Chips und smarten Regalen den Supermarkt vollständig zu automatisieren, gehört zu jenen Szenarien, um die es im Handel in der Vergangenheit zumeist ging. Durchgesetzt haben sich die entsprechenden Pilotprojekte in diesem Bereich jedoch nie. Die Kosten der RIFD-Chips sowie der gesamten übrigen Hardware, die datenschutzrechtlichen Fragen und fehlende Standardisierung stehen solchen Projekten im Wege. Das Beispiel von Lyreco zeigt jedoch, dass IoT durchaus ein großes Potenzial im Retail-Sektor bietet – wenn Unternehmen die bisherigen manuellen Prozesse, Kontroll- und Wartungsabläufe auf den Prüfstand stellen. Denn der Ansatz des Büro-Versorgers lässt sich auf viele weitere Anwendungsfälle übertragen, auch innerhalb einer Filiale  – beispielsweise auf Kühlketten und Kühltheken in einem Geschäft.

 

 

Für das Kühlaggregat einer Kühltheke lassen sich Daten zum Hoch- und Niederdruck erheben, die erreichte Temperatur und je nach Bauweise noch verschiedenste weitere Werte, die sehr genau Aufschluss über den Zustand des Aggregates und mögliche technische Probleme geben. Im Falle von Störungen können solche Systeme den Techniker eigenständig informieren, der frühzeitig – und noch bevor die Ware durch die defekte Kühlung Schaden nimmt – reagieren kann und obendrein aufgrund der gelieferten Daten beim Eintreffen in der Filiale schon bestens weiß, welchen Fehler er zu beheben hat.

IoT optimiert Abläufe im Retail-Bereich

In ähnlicher Weise lässt sich mit vielen anderen Geräten verfahren – dem Brotback- und dem Pfandflaschenautomaten, der Beleuchtung, den Waagen und Kassen-Systemen, der gesamten Klima- und Heiztechnik beispielsweise. Verschiedenste Daten dieser Geräte und technischen Systeme lassen sich über Cumulocity IoT bündeln und auswerten – und mit anderen Daten und Informationen verknüpfen, wie beispielsweise mit jenen der digitalisierten Handbücher und Arbeitsanweisungen. Über Dashboards können Mitarbeiter so sehen, welches Problem sie an welchem Gerät wie zu beheben haben oder welcher Arbeitsschritt gerade ansteht. Muss der Brotback-Automat gewartet werden? Ist der Pfandflaschen-Automat voll? Das Dashboard verrät Mitarbeitern, was wie zu tun ist. Das erleichtert den Unternehmen das Onboarding neuer Mitarbeiter, die sehr viel früher auch technische Aufgaben übernehmen können und trägt zum optimalen – und das heißt auch effizienten – Betrieb in den Filialen bei, der auf das Erlebnis der Kunden einzahlt.

 

 

Software AG IoT Digital Summit: „Re-connect your business“

Wie Unternehmen ansonsten von IoT profitieren, welche Trends es gibt und welche Strategien gefragt sind, verraten wir bei unserem IoT Digital Summit. Unternehmen wie SMC, RE’FLEKT, Griesser, DMG MORI und YNCORIS teilen dafür ihre Erfahrungen aus der Praxis. Fragestellungen sind u.a.:

  • Wie lassen sich Bestandsanlagen auf IoT umrüsten?
  • Wie lässt sich über IoT die Effizienz steigern?

Unsere Experten beantworten typische Fragestellungen der verschiedensten Branchen rund um IoT.

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IoT-Technologie für den Einzelhandel durchschreitet Talsohle

IoT-Technologie für den Einzelhandel durchschreitet Talsohle

Echtzeit IoT-Plattformen für den Einzelhandel durchschreiten die im Gartner Hype Cycle beschriebene „Talsohle der Desillusionierung“. Der Einzelhandel bereitet sich auf eine neue Zukunft vor.

Die operative Marge im Lebensmittel-Einzelhandel liegt typischerweise zwischen 2 und 4 Prozent. Aufgrund des Corona-Lockdowns und der daraus resultierenden Einschränkungen und Veränderungen des Geschäftsbetriebs gerät die Marge weiter unter Druck. Der Einzelhandel reagiert mit einer noch stärkeren Fokussierung auf die digitale Transformation und zeigt größeres Interesse an innovativen Technologien.

Ich beschäftige mich nicht zum ersten Mal damit, wie der Einzelhandel sich für immer verändern wird. Diese Pandemie wird den Einzelhandel wachrütteln; sie wird zu einem beispiellosen Innovationsschub und zur flächendeckenden Einführung neuer Technologien führen. Im Lebensmitteleinzelhandel sind die Läden besonders wichtig. Ihnen werden viele unterschiedliche Funktionen zukommen, sie werden nicht nur dem Einkauf, sondern auch als Abholstationen für online bestellte Waren dienen.

Deshalb müssen Einzelhändler resilienter werden. Ihre Merchandising- und Supply-Chain muss sicherer werden, Ihre Prozesse effizienter. Mithilfe von Technologie können sie die Ladenprofitabilität verdoppeln und ein perfekt abgestimmtes Kundenerlebnis schaffen. Die Zeit dafür ist reif.

Aus diesem Grund werden Echtzeit-IoT-Plattformen für den Einzelhandel zum Mainstream. Laut dem „Gartner 2020 Hype Cycle 2020 for Retail Technologies“ durchschreiten sie die „Talsohle der Desillusionierung” und erklimmen den „Hang der Erkenntnis”.

Mit IoT alle Aktivitäten im Laden Überwachen und analysieren

Die Plattformen „überwachen, analysieren und zeigen die Ladenaktivitäten über Dashboards an. Dafür nutzen sie eine Echtzeit-Dateninfrastruktur, die Signale und Warnungen aus Echtzeit-Datenquellen direkt in den Geschäften nutzt“, so Gartner.

Einige Technologien gibt es schon seit Jahren in den Geschäften, doch nur selten schaffen es Einzelhändler, den „Netzwerkeffekt“ zu nutzen. Im IoT-Kontext verbindet der Netzwerkeffekt unterschiedliche Einzelinitiativen ganzheitlich, um Synergien zu heben.

  • Darüber hinaus ermöglicht er auch eine automatisierte und schnelle Reaktion auf Ereignisse im Laden oder der Lieferkette, z.B.:
  • Regulierung der Beleuchtung entsprechend der Kundenzahl im Laden
  • Automatische Anpassung einer Werbeaktion an eine überraschende Nachfrage
  • Proaktive Einteilung des Personals entsprechend des prognostizierten Bedarfs
  • Just-in-Time-Auffüllung der Regale

Gartner zufolge ist dieser Ansatz „… unerlässlich für eine einheitliche Handelspraxis in einer digitalen Umgebung.“

Synergien des Netzwerkeffekt heben mit IoT + Integration

Auch auf weiteren Gebieten sieht Gartner deutliche Vorteile, zum Beispiel:

  • Höhere Umsätze und Margen
  • Besserer Kundenservice durch Verbesserungen bei Verfügbarkeit, Merchandising, Preisgestaltung und Personaleinteilung
  • Sinkende Kosten durch verbessertes Aufgabenmanagement
  • Niedrigere Energiekosten

Wegen der jüngsten Ereignisse kommt ein weiterer wichtiger Bereich hinzu: Technologische Lösungen, mit denen sich die Einhaltung von Abstandsregeln durch Mitarbeiterinnen und Kunden sicherstellen lässt. Gartner glaubt, die Anwendung dieser Technologie führe zu einer Transformation und bereite den Weg für neue Geschäftsmodelle, die in der Branche große Disruptionen auslösen werden. Das ist einleuchtend angesichts der möglichen Effizienzsteigerung mithilfe einer erkenntnisbasierten Automatisierung, durch die Daten generiert werden, die wiederum als wichtiger Input für eine autonome Supply-Chain dienen können.

Die Schwierigkeit liegt darin, die einzelnen Technologien zu verbinden. Gartner räumt ein, dass es keine Plattform gibt, die alle Komponenten umfasst, die für eine Echtzeit-IoT-Plattform gebraucht werden. Um einen Netzwerkeffekt zu erreichen, müssen sie verbunden werden. Es gibt einige Anbieter, die hier punktuelle Lösungen bereitstellen. Doch nur einer gibt Ihnen die Möglichkeit, die Synergien des Netzwerkeffektes zu heben – und Verbindungen zu schaffen, aus denen handlungsrelevante Erkenntnisse hervorgehen. Dieser Anbieter ist die Software AG.

Erfahren Sie, wie die Software AG ihre IoT-Erfahrung aus unterschiedlichen Branchen nutzt, um eine Echtzeit-IoT-Plattform für den Einzelhandel bereitzustellen, die betriebliche Effizienz und Automatisierung als Bestandteil des vernetzten Unternehmens vorantreibt.
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